Schüler stellen ihre Geschäftsideen vor

Die Absolventen des NFTE-Wirtschaftskurs mit ihren Zertifikaten. (Foto: D. Lange)

Abschlusspräsentation des NFTE-Wirtschaftskurses

Langenhagen (dl). NFTE (sprich „Nifty“, was in Amerika gleichbedeutend ist mit schlau, pfiffig oder einfallsreich) steht für „Network for Teaching Entrepreneurship“. Dieses Netzwerk widmet sich nach eigener Aussage der Förderung von unternehmerischem Denken, Eigeninitiative und Selbstständigkeit bei jungen Menschen. Die NFTE-Programme werden in immer mehr Bundesländern in den Schulen als Wirtschaftsprojekt angeboten und durchgeführt, mit dem Ziel, die Schüler für wirtschaftliche Zusammenhänge zu sensibilisieren. Es hat sich gezeigt, dass insbesondere Jugendliche mit eher schlechten Startchancen in hohem Maße von den NFTE-Programmen profitieren. Darin werden praktische kaufmännische Kenntnisse vermittelt, die sich in unterschiedliche Themenbereiche aufgliedern mit dem Ziel, Geschäftsideen zu entwickeln und diese möglichst gewinnbringend zu vermarkten. Dabei werden sowohl sprachliche wie auch mathematische Fähigkeiten sowie Selbstvertrauen und die Fähigkeit zur Problemlösung gestärkt. Nicht zuletzt eine soziale Kompetenz und strategisches Denken spielen dabei eine ganz wichtige Rolle. Eine Woche lang brüteten die Schüler der Gutzmann- und der Pestalozzi-Schule über Themen rund um die Gründung eines Unternehmens. Das fängt mit einer überzeugenden Geschäftsidee an, führt weiter über die Höhe des Startkapitals, die unvermeidlichen Marktanalysen, den Businessplan, Vertriebswege, Umsatzprognosen, feste und variable Kosten und hört mit der Gewinn- und Verlustrechnung noch lange nicht auf. Nebenher werden noch diverse andere, in der Geschäftswelt ebenso wichtige Faktoren und Eigenschaften wie Pünktlichkeit und höfliches Auftreten trainiert. Zum Abschluss der Wirtschafts-Projektwoche stellten die Schüler ihre Geschäftsideen vor, die sich thematisch im Wesentlichen an ihren Erfahrungen und Fähigkeiten orientieren, insbesondere im Hinblick auf die Marktchancen und Verkaufsprognosen der darin angebotenen Produkte und Dienstleistungen. Eine Jury, bestehend aus Pädagogen sowie Vertretern von Politik und Wirtschaft, sollte ihre Businesspläne beurteilen. Zum Abschluss erhielten die Schüler ein Zertifikat, das ihnen die erfolgreiche Teilnahme an dem NFTE-Wirtschaftskurs bescheinigt und das sich bei Bewerbungsgesprächen bisher als ausgesprochen nützlich erwiesen hat. „Das Zertifikat ist ein Türöffner“, bestätigt Ursula Borkowski, Konrektorin der Pestalozzi-Schule, welche als eine von wenigen Förderschulen mit dem begehrten Berufswahl-Siegel ausgezeichnet wurde, „Wer neben dem NFTE-Zertifikat darüber hinaus auch eine Mitarbeit in unserer Schülerfirma vorweisen kann, der hat auf jeden Fall gute Chancen auf dem Lehrstellenmarkt“. Chancen auf eine erfolgreiche Vermarktung haben möglicherweise auch einige der vorgestellten Geschäftsideen. Eine gesicherte Finanzierung und das nötige Durchhaltevermögen könnte beispielsweise dem Wellnessprogramm für Pferde eine unternehmerische Zukunft bescheren. Hier gilt es, dran zu bleiben und den Bedarf zu wecken.