Schüler untersuchten Pilze

Steil am Grubenrand halfen die Schüler beim Roden der Gehölze.

Pflege der Engelbosteler Sandgrube

Engelbostel. Die Sandgrube am Strelinger Berg ist das älteste Schutzgebiet der Naturkundlichen Vereinigung Langenhagen (NVL). Sie wurde von der NVL zusammen mit dem BUND im Jahr 1986 erworben und wird seither als Rückzugsgebiet gepflegt. Zum Erhalt der Artenvielfalt gibt es jährlich einen herbstlichen Arbeitseinsatz. Stauden und Gehölze werden zurückgeschnitten und, besonders an dem Südhang, Birken und Eichen vollständig entfernt. So finden hier Rebhühner, Hasen, Zwergmäuse, Sandlaufkäfer, Sandbienen und der auf der Roten Liste stehende Großlaufkäfer Carabus, aber auch das blau blühende Sandglöckchen ihren Lebensraum. Besonders erfreut waren die NVL-Mitglieder über die im dritten Jahr nacheinander steigende Anzahl der Zwergmaus-Nester. Damit hat sich der Bestand in diesem Biotop deutlich stabilisiert.
Am Pflegeeinsatz waren neben ehrenamtlichen NVL-Helfern auch Schüler der IGS List aus Hannover beteiligt. In den vergangenen Jahren haben auch schon Schüler der IGS Langenhagen mit ihrem Biologielehrer an vergleichbaren Aktionen teilgenommen. Um den Schülern den Wert dieses Lebensraums zu verdeutlichen, wurde nicht nur gerodet und geschnitten, sondern auch Wissen vermittelt. Dazu wurde von den NVL-Helfern am frühen Morgen das sogenannte BioLab aufgebaut, ein von der IGS Mühlenberg zum mobilen Forschungslabor umgebauter Anhänger, mit dem freilandbiologische Exkursionen durchgeführt werden können. Dieses BioLab ist mit Mikroskopen, Spektiven und sogar mit Schlauchbooten ausgerüstet. Untersucht wurden Pilze und Laub auf Struktur und Beschaffenheit - so der Bericht von NVL-Sprecherin Ulrike Winter-Rackuhr.