Schützen marschierten auf dem Marktplatz

Der erste Ausmarsch des Jahres 2016 von Mitgliedern des Kreisschützenverbands mit den farbenprächtigen Standarten führte über den Wochenmarkt in Langenhagen. (Foto: K. Raap)
 
Sie machen sich stark für das Schützenwesen (von links): Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer, Kreisschriftführer Lothar Steinbarth, Kreisdamenleiterin Claudia Freiberg, Kreisschützenmeisterin Birgit Gräfenkämper, Kreisschützenmeister Michael Freiberg und Wilhelm Lucka, stellvertretender Bürgermeister der Wedemark. (Foto: K. Raap)

Abordnungen aus 28 Vereinen kündigen Schützenfeste an

Langenhagen (kr). Das war ein gelungener Auftakt für die Schützenfest-Saison 2016: Abordnungen der 28 Mitgliedsvereine des Kreisschützenverbands Wedemark-Langenhagen präsentierten sich nach 2014 zum zweiten Mal eindrucksvoll rund um das Langenhagener Rathaus. Mit von der Partie auch Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer, der stellvertretende Bürgermeister der Wedemark Wilhelm Lucka sowie einige Ortsbürgermeister und Ratsherren der beiden Gemeinden. Mit dieser Veranstaltung, bei der abwechselnd Langenhagen und die Wedemark als Gastgeber auftreten, wird jährlich die Schützenfest-Saison eingeläutet, die wieder eine Fülle von Festen beinhaltet, verbunden mit mannigfaltigen sportlichen und gesellschaftlichen Aktionen. Es war eine pfiffige Idee der Schützen und auch gute Öffentlichkeitsarbeit in eigener Sache, den obligaten Aufmarsch mit den Standartenträgern erst einmal quer über den sonnabendlichen Wochenmarkt zu dirigieren. An der Spitze wieder einmal das bestens aufgelegte „Young Spirit Orchestra“, das zum Auftakt den durchaus passenden Titel „When the Saints Go Marchin´ in“ intonierten. Im Rathaus übernahm Kreisschützenmeister Michael Freiberg, der seit einem viertel Jahr auch den erkrankten Kreisoberschützenmeister Mathias Böttcher vertritt, die offizielle Begrüßung.
Bürgermeister Mirko Heuer setzte sich in seiner vielbeachteten Rede zunächst mit dem oft missverstandenen Begriff Brauchtum auseinander. Dessen Pflege sei keine überflüssige Nostalgie, sondern gebe Traditionen Stabilität und Verlässlichkeit. „Das Schützenwesen ist in diesem Zusammenhang etwas Positives in unserer örtlichen Gemeinschaft“, betonte Mirko Heuer, „es steht für Gemeinschaft, Zusammenhalt, Kameradschaft, Sport, Jugendarbeit und vieles mehr. Zu den Traditionen, die die Schützenvereine bewahren, gehören nicht nur Sport und Geselligkeit, sondern auch bürgerschaftliches Engagement und vor allem Zusammenhalt. Der gemeinsame Einsatz für das Gemeinwesen, in dem man lebt, stand am Beginn des Schützenwesens und prägt es bis heute. Für den Fortbestand des Schützenwesens seien allerdings auch immer wieder neue Ideen erforderlich, die auch Kooperationen mit anderen Vereinen beinhalten könnten, wie etwa die mit dem Schützenverein Krähenwinkel. Eine nette Geste Heuers war der von ihm dirigierte Genesungswunsch an den Kreisoberschützenmeister, den auf sein Handzeichen allen Anwesenden unisono lautstark skandierten: „Gute Besserung Mathias.“ Ein Dankeschön Michael Freibergs galt der Stadt Langenhagen, die die Veranstaltung für die Schützen im Ratssaal und im Innenhof ausgerichtet hatte, verbunden mit einem Umtrunk und einem kleinen Imbiss. Das „Young Spirit Orchestra“ lockte mit seinem tollen Sound auch Marktbesucher an.
Diskutiert von den Langenhagen Schützen wurde an diesem Tag auch die von Michael Freiberg und dem Vorsitzenden des Schützenvereins Krähenwinkel Manfred Pilgrim auf Nachfrage des Langenhagener ECHO bestätigte Meldung, dass der nördliche Schützenverein Interesse hat, sich am gemeinsamen großen Schützenfest zu beteiligen. Der Hintergrund: Der gut bewährte Festplatz an der Walsroder Straße steht nicht mehr zur Verfügung. Er wurde verkauft und soll gewerblich genutzt werden. Der Vorstand der Schützen-Gemeinschaft, so signalisierte Michael Freiberg stehe einer Integration der nördlichen Nachbarn wohlwollend gegenüber. Er sehr das unter der Prämisse einer gemeinsamen Annäherung für eine angestrebte langfristige Partnerschaft.