Schulhof bietet nichts für Kinder

Trist und wenig einladend: Der Schulhof der Gutzmannschule in Godshorn. Foto: D. Lange

Schlossarek besucht die Außenstelle der Gutzmann-Schule

Godshorn (dl). Der schulpolitische Sprecher der CDU-Regionsfraktion, Bernward Schlossarek, und Mitglieder des Schulausschusses der Region besuchten am Montag die Außenstelle der Gutzmann-Schule in Godshorn, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprache, um sich neben aktuellen Fragen und Problemen über den Zustand des Schulhofes zu informieren.
Die Außenstelle besteht aus dem Primarbereich der Gutzmannschule mit Schulkindergarten und den Klassen eins bis drei für Schülerinnen und Schüler aus der Region und Langenhagen mit erhöhtem Sprachförderbedarf. Nach der Grundschulzeit wechseln die Kinder an die Gutzmann-Schule an der Konrad-Adenauer-Straße, wo sie nach der zehnten Klasse den Haupt- oder Realschulabschluss erwerben können.
Aktueller Anlass für den Besuch der Ausschussvertreter war die erhoffte Umgestaltung des Schulhofes, der nach einhelliger Meinung aller Beteiligten nicht den Bedürfnissen von Grundschülern entspricht. Die Kinder brauchen nach der Konzentration im Unterricht Bewegung, sie wollen spielen und klettern, und das ist auf dem Schulhof in der derzeitigen Form nur sehr eingeschränkt möglich. Hinzu kommt das wenig ansprechende Äußere des asphaltierten Platzes, der, so Bernward Schlossarek, für Grundschulkinder ungeeignet ist.
Dass es aber auch anders geht, zeigt der Schulhof der unmittelbar benachbarten Grundschule Godshorn. Dieser Schulhof ist ein weitläufiges und abwechslungsreich gestaltetes Gelände mit vielen Kletter- und Spielgeräten für die Kinder. Es wäre zwar möglich, dass die Schüler beider Schulen diesen Schulhof gemeinsam nutzen, da es jedoch keinen direkten Weg von der Gutzmann-Schule dorthin gibt, müssten die Kinder von Lehrern in den Pausen dorthin gebracht und auch wieder abgeholt werden. Dies wäre mit Zeit- und Organisationsaufwand verbunden. Vorrangig bleibt deshalb für die Gutzmann-Schule die Neugestaltung des eigenen Schulhofes. Dazu haben Elternrat und Schulleitung, die Region Hannover als Schulträger und Mieter des Gebäudes sowie der Fachbereich Schulen der Stadt Langenhagen ein Gespräch über die erforderlichen Maßnahmen und deren mögliche Umsetzung geführt.
Im Anschluss daran wurde von der Stadt Langenhagen ein Gartenarchitekt beauftragt, der einen umfangreichen Maßnahmenkatalog mit einem Gesamtvolumen von rund 150.000 Euro erarbeitete. Der Entwurf enthält diverse Spiel- und Klettergeräte, Sandkästen und eine teilweise Entfernung der Asphaltdecke samt Neubegrünung, also die Maßnahmen, die von Schulleiterin Katrin Walter-Schmidt und dem Elternrat im Gespräch mit der Stadt bereits thematisiert wurden. Allerdings stehen im Haushalt 2010 nur 15.000 Euro für die Umgestaltung zur Verfügung – Bernward Schlossarek stellte in diesem Zusammenhang die Frage, warum überhaupt ein externer Architekt beauftragt wurde, ohne dass es die Möglichkeit der Umsetzung seiner Planung gebe. Auch die Schulleiterin hätte das Geld, das als Honorar an den Planer geht, lieber für die Anschaffung von Spielgeräten verwendet – das allerdings ist nach Auskunft von Peter Probosch vom städtischen Fachbereich Schulen nicht möglich. Für Planungskosten steht ein eigener Etat zur Verfügung, der nicht für Sachmittel verwendet werden darf.
Sobald der städtische Haushalt von der Region genehmigt sei, könne mit der Umgestaltung des Schulhofes begonnen werden, verspricht Probosch. Dann sollen zwei Spielgeräte angeschafft und der Hof teilweise entsiegelt werden; mehr liegt im Rahmen der vorhandenen Finanzmittel nicht drin. Darüber hinaus soll es in naher Zukunft ein Gespräch geben, wie die Kooperation zwischen den beiden Godshorner Schulen verbessert werden kann.