Schutz für Frauen und Kinder

Arbeitshilfe gegen häusliche Gewalt abrufbar

Region. Schläge, Erniedrigung, Freiheitsentzug: Häusliche Gewalt hat viele Gesichter. In den vergangenen Jahren hat die Region Hannover viel dafür getan, um den Opfern Rat und Hilfe anzubieten – zum Beispiel in 16 Beratungsstellen und Notrufangeboten in der gesamten Region. Doch nicht nur Frauen erleben häusliche Gewalt, häufig sind Kinder mit betroffen. Damit die Beratung von Frauen und Kindern noch stärker Hand in Hand geht, hat das Team Gleichstellung der Region Hannover jetzt gemeinsam mit Fachleuten aus dem Frauen- und Kinderschutz eine Arbeitshilfe entwickelt. „Gegen Häusliche Gewalt – Arbeitshilfe für Fachkräfte aus Frauen- und Kinderschutz in der Region Hannover“ heißt das rund 70 Seiten starke Heft. Es richtet sich in erster Linie an professionelle Helfer, die Frauen oder Kinder mit Gewalterfahrungen unterstützen und beraten. „Es gibt auf der einen Seite Beratungsangebote für betroffene Frauen. Auf der anderen Seite kümmern sich um das Wohl betroffener Kinder die sozialen Dienste in den Jugendämtern", sagt Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region. „Beide Fachrichtungen leisten hervorragende und wichtige Arbeit. Wir möchten sie noch stärker zusammenbringen, damit sie nicht aneinander vorbei arbeiten.“ Eine interdisziplinäre Projektgruppe hat sich der Aufgabe angenommen und Informationen über gesetzliche Grundlagen und Arbeitsaufträge in der Broschüre zusammengestellt. Außerdem enthält die Arbeitshilfe alle wesentlichen Adressen und Ansprechpersonen sowie Musterbögen, mit denen Fälle von Kindswohlgefährdung an das jeweilige Jugendamt gemeldet werden können.
Das Heft wird jetzt an Jugendhilfestationen, Amtsgerichte, Frauenberatungsstellen und Frauenhäuser sowie weitere Institutionen verteilt. Interessierte können die Arbeitshilfe per E-Mail an gleichstellung@region-hannover.de anfordern.