Schwalbenfreunde gesucht

Dieses Mehrfamilienhaus könnte als Schwalben-Unterkunft dienen.

Erste Nachfragen bei der NVL eingetroffen

Der Bericht im ECHO vom vergangenen Mittwoch über die Bauform eines Schwalbenwinkels hat schon Zustimmung und Nachfragen bei unseren Lesern ausgelöst, aber noch deutlicher war die Reaktion der Mehlschwalben selbst. Gebrütet hatte in der Fünferreihe von Kunstnestern zwar nur ein Paar, aber ein Trupp von etwa 15 Vögeln kam in den letzten Tagen früh morgens, um zu gucken und zu prüfen, so, als habe sich das Angebot herumgesprochen. Hocherfreut meinte Christa Donath, sie hätte den Eindruck, als wollten die Tiere sich vor ihrem Flug nach Afrika die Situation einprägen, um sie im nächsten Frühjahr wieder zu finden. Sie wären herzlich willkommen!
Nach dem gelungenen Konzept für den Erhalt einer sauberen Wand soll das Angebot noch erweitert werden. Gerade ein Spitzgiebel ist für die Ansiedlung von Schwalben besonders geeignet, hat doch eine Giebelwand meist weniger Fenster. Zu diesem Ergebnis kommt man, wenn man insbesondere Reihenhaussiedlungen betrachtet.
Durch den Einbau eines Kastens im Giebel, der das obere Dreieck schließt, schafft man gleichzeitig eine waagerechte Abschlussfläche, unter deren Überstand die Schwalbennester kleben. Der Hohlraum über den Schwalbennestern hat genau die richtigen Maße für Mauersegler-Nisthilfen und der senkrechte Spalt dahinter könnte mit seinem schmalen Abstand zur Hauswand vielleicht Fledermäusen als Sommerquartier gefallen Noch ist das abgebildete Schwalben-Mehrfamilienhaus nur eine Fotomontage, aber etwa so ansehnlich wird sich das „Bauwerk“ noch in diesem Herbst gestalten..
Wir müssen etwas dieser Art anbieten, sagt Werner Kirschning von der Naturkundlichen Vereinigung Langenhagen, denn die energetische Sanierung durch Außendämmung mit modernem Edelputz, auf dem kein Schmutz haften soll, verhindert gleichzeitig jeden Klebeversuch der Schwalben, und bei unserem verständlichen Bemühen, auch kleine Lücken abzudichten, bleibt für Gebäude bewohnende Tiere in absehbarer Zukunft keine Chance. Die Folgen sind durch Vergleichszählungen belegbar. Wenn wir den Vögeln nicht Ersatzbrutmöglichkeiten anbieten, wird der Himmel über dem Hindenburgviertel, das vor Jahren die größte Schwalbenpopulation in Langenhagen aufwies, bald leer sein. Das wollen wir doch alle nicht!
Vielleicht ist dies auch eine empfehlenswerte Maßnahme für den neuen Stadtteil Weiherfeld, wo die Schwalben teilweise gezielt vergrämt werden.
Zum Nachbau empfohlen. Rückfragen sind unter der Telefonnummer (0511) 6 04 49 06 möglich.