Schwan verendet

Der Schwan verendete in der Uferzone des Silbersees an einem verschluckten Angelhaken mit Schnur. (Foto: S. Keuneke)

Expertin und DLRG kritisieren Angler

Langenhagen (gg). Am Silbersee ist vor Kurzem ein Schwan verendet. Beobachter hatten noch versucht, den Vogel einzufangen, der sich mit einer Angelschnur aus dem Schnabel hängend quälte, doch das gelang nicht. Gemeinsam mit Passanten bemühte sich Sabine Keuneke, Tierinspektorin im Schwanenschutz-Komitee, Hilfe von der Polizei, der Feuerwehr oder der DLRG zu bekommen. „Doch das klappte nicht. Beim Anruf 112 wurde uns geraten, die Tierrettung zu rufen. Bei der DLRG ebenso“, sagt sie. Frank Berkemann vom DLRG-Ortsverein bestätigt auf ECHO-Anfrage diese Darstellung. Er sagt: „Die Tierrettung der Feuerwehr ist da der richtige Ansprechpartner.“ Feuerwehr-Sprecher Stephan Bommert erklärt auf ECHO-Anfrage, dass es am besagten Tag keinen Feuerwehr-Einsatz wegen eines verletzten Schwans gegeben habe. So bleibt ungeklärt, warum die Einsatzkräfte nicht alarmiert wurden. Frank Berkemann sieht die Angler in der Pflicht, ihre Schnüre und Utensilien sorgfältig wegzuräumen. Dem schließt sich Sabine Keuneke an, bedauert aber auch, dass keine Hilfe zur Stelle war, um den Schwan einzufangen und behandeln zu lassen. Sie sagt: „Wir hatten andernorts schon mehrere solche Fälle. Vereinzelt ist es Tierärzten gelungen, einen Schwan zu retten.“