Schwarzer Qualm drohte Schäden anzurichten

Einsatzleiter Detlef Hildebrand und der mobile Großventilator der Werkfeuerwehr Volkswagen Nutzfahrzeuge. (Foto: S. Bommert)

Brand im Paket-Verteilungszentrum in Godeshorn

Godshorn. Wie aus eingespielter Routine binnen kürzester Zeit Ernst werden kann, zeigte sich am späten Mittwochabend für die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr. Um 22.26 Uhr wurde eine Dienstgruppe in ein großes Paketverteilungszentrum im Godshorner Gewerbegebiet gerufen, Hintergrund war ein Rauchmelderalarm. Generell werden alle großen Gewerbeobjekte, aber zum Besipiel auch Kindergärten und Alten- und Pflegeheimen, mit Rauchmeldern überwacht. Durchschnittlich 40 Mal im Jahr lösen solche Rauchmelder in Godshorn ansässigen Firmen aus. Die Gründe für das Auslösen sind vielfältig, oftmals aber durch Bauarbeiten oder durch einen technischen Defekt. Dadurch werden diese Einsätze mit der nötigen Routine abgearbeitet.
Beim Eintreffen bestätigten Mitarbeiter des Unternehmens dem Einsatzleiter einen Brand in einem Raum, der die Schaltschränke und Batterien der unterbrechungsfreien Stromversorgung enthielt. Rauch entwich bereits durch offene Türen. Umgehend wurde zur Erkundung ein Atemschutztrupp in den betroffenen Bereich eingesetzt. Der Trupp konnte den Brand bestätigen. Ein angrenzendes Treppenhaus, der Flur, über den der Raum zu erreichen war, die mehrere Tausend Quadratmeter große Verteilungshalle waren zu dem Zeitpunkt schon stark verqualmt. Im weiteren Verlauf wurde das Feuer, nach Rücksprache mit der Sicherheitsfachkraft, mit Pulver- und CO2-Feuerlöschern bekämpft. Schon nach etwa 25 Minuten war das Feuer gelöscht.
Probleme bereitete unterdessen der schwarze Brandrauch, der sich überall verteilte - Ruß setzte sich später ab, auch auf der Einsatzbekleidung der Feuerwehrkräfte. Um diesen effektiv aus dem Gebäude zu blasen, konnten nicht die vorhandenen auf Wohnungsbrände ausgelegten Druckbelüftungsgeräte eingesetzt werden, da diese für Gewerbehallen unterdimensioniert sind. Aus diesem Grund wurde ein mobiler Großventilator der Werkfeuerwehr Volkswagen nachalarmiert. Dieser Lüfter ist darauf ausgelegt, ganze Hallenkomplexe zu belüften. Mit Hilfe dieses speziellen Geräts konnten die Bereiche vom Rauch befreit werden.
Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnten weitere Schäden verhindert werden. Unter der Einsatzleitung vom stellvertretenden Ortsbrandmeister Detlef Hildebrandt waren 15 Einsatzkräfte mit fünf Einsatzfahrzeugen im Einsatz. Einsatzende war um 1 Uhr.