Schwieriges Thema

Mit dem Wissen zur Zellbiologie in der Diskussion: Vortragsabend bei der NVL im Wasserturm. (Foto: G. Gosewisch)

NVL-Diskussion zur Biotechnologie

Langenhagen (gg). Wie Biotechnologie die Welt verändert hat und noch verändern wird, zeigte ein Gast-Vortrag von Wiebke Nikolai bei der Naturkundlichen Vereinigung Langenhagen (NVL) im Wasserturm im Eichenpark vor Mitgliedern und interessierten Gästen. Die Studentin der Universität Braunschweig berichtete aus dem Fach Biotechnologie und zeigte auf, welche Disziplinen unterschieden werden. Ihr Fazit: „Unsere Welt würde ohne Biotechnologie anders aussehen.“ Beim Brot Backen oder Bier Brauen nutzte der Mensch schon vor Jahrhunderten Eiweiße zur Umwandlung von Rohstoffen und betrieb damit Biotechnologie. Beispiele der modernen Anwendungen werden als Segen der Menschheit betrachtet, wenn es beispielsweise um Medikamente geht, aber auch als unkalkulierbares Risiko für die Natur bewertet, wenn es um den Einsatz der Gentechnologie im Ackerbau geht. „148 Millionen Hektar werden auf der Erde bereits mit gentechnisch verändertem Saatgut ackerbaulich bewirtschaftet“, so ihre Information. Pro und contra der grünen Biotechnologie zeigte Wiebke Nikolai sachlich auf und gab entsprechende Anreize zur Diskussion, die vom NVL-Vorsitzenden Hans-Jürgen Ratsch moderiert wurde. Dass die Biotechnologie im Alltag der Menschen einen großen Anteil einnimmt, der nicht mehr aufzuhalten ist, wurde deutlich.
„Uns als Verein ist wichtig, uns als Organisator solcher anspruchsvoller Themen anzubieten“, erklärte Werner Kirschning, Vorstand NVL und weiter, „die Teilnahme am Vortrag und der anschließenden Diskussion setzte ein gewisses Grundwissen oder das Bemühen darum voraus. Das war bei der Veranstaltung vorhanden.“