„Schwitzen statt sitzen“ bestätigt

Über die MGH-Angebote sprachen (von links): Maja Sander, Praktikantin im Landtagsbüro, SPD-Ratsfrau Gudrun Mennecke, Christine Paetzke-Bartel, Gabi Jahnke, MGH-Vorstandsmitglied, Henrike Stahlhut, Praktikantin, und Marco Brunotte. (Foto: G. Gosewisch)

Marco Brunotte informiert sich im MGH

Langenhagen (gg). Prall gefüllt ist der Wochenplan im Mehr-Generationen-Haus (MGH) an der Konrad-Adenauer-Straße 15d. Offen für jedermann gibt es von früh bis spät Angebote, nicht nur werktags, sondern auch sonnabends und sonntags. Malen, Handarbeiten oder Spielen – alles zielt auf die Förderung der Gemeinschaft von jung bis alt, sowohl für Ansässige als auch für Zugezogene. „Darauf sind wir auch stolz“, sagte MGH-Leiterin Christine Paetzke-Bartel beim Besuch von Marco Brunotte. Gerne gab sie dem SPD-Landtagsabgeordneten Argumente an die Hand, die für den Fortbestand der Einrichtung wichtig sind, denn weiterhin soll es Zuschüsse der Stadt Langenhagen, des Landes und des Bundes geben, um die Kosten tragen zu können. Belege für die große positive Wirkung der MGH-Angebote gebe es täglich, so der Hinweis von Christine Paetzke-Bartel. Sie sagte: „Hier fällt keiner durch das Raster. Die Gemeinschaft fängt hier ganz viel auf.“ Das funktioniere sogar bei Menschen, die nach einer Straffälligkeit vom Gericht zu Sozialstunden verurteilt wurden. Solche Sozialstunden können nämlich auch im MGH abgeleistet werden. Regelmäßig betreut Christine Paetzke-Bartel Menschen, die diesen Dienst ableisten. Sie sagte: „Für diese Menschen geht es darum, im Alltag überhaupt klarzukommen und Strukturen anzunehmen. Erlebt habe ich auch schon, dass Motivation gewachsen ist, wieder Arbeit aufzunehmen.“ Information wie diese interessierten Marco Brunotte besonders, weil sie in seinen Arbeitsbereich fallen. In der SPD-Landtagsfraktion ist er Sprecher für Justizvollzug und Strafangelegenheiten und müht sich um vernünftige maßvolle Lösungen. Das Prinzip „Schwitzen statt sitzen“ gehöre dazu, wenn es um Delikte wie beispielsweise wiederholtes Schwarzfahren geht. Marco Brunotte sagte: „Man muss bedenken, ein Knasttag ist teuer.“ Gut hundert Euro schlagen zu Buche. Wer einsitzt, verliere den Job, die Wohnung und sein persönliches Umfeld. All das müsse nach dem Knastaufenthalt mühsam und kostenträchtig wieder aufgebaut werden. Werden stattdessen unter Auflagen des Gerichts Sozialstunden geleistet, wie im MGH, sei das besser.