„Schwoageln“ muss gelernt sein

Beim Aufstellen des Maibaums waren körperlicher Einsatz und technische Finesse gefragt. (Foto: K. Raap)

Großer Andrang bei Maibaum-Aufstellen und Party im DGH

Krähenwinkel (kr). Hoch her ging es an zwei Tagen rund um das Dorfgemeinschaftshaus Krähenwinkel. Und wieder einmal gab es eine überzeugende Demonstration der Lebendigkeit der Partnerschaft zwischen der Langenhagener Gemeinde und Stadl-Paura, die bereits seit über vier Jahrzehnten andauert. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand am Freitag das mittlerweile neunte Aufstellen eines Maibaums innerhalb er letzten 30 Jahre. Riesenandrang herrschte auf dem Staudl-Paura-Platz, denn dieses Spektakel wollten sich hunderte von Bürgern nicht entgehen lassen. Und die österreichischen Gäste, die den Naturfreunden, dem Schifferverein und dem Klub für schottisches Brauchtum „Mc Jedem“ angehören, erwiesen sich als eingespieltes Team. Mit Hilfe spezieller Holzstangen, den Schwoageln, die paarweise immer wieder neu angesetzt werden mussten, hievten die Männer, unter ihnen Bürgermeister Christian Popp, mit gehörigem Muskeleinsatz die 22 Meter lange geschmückte Fichte in die Senkrechte. Die exakten Kommandos dazu gab Simon Christl. Riesenbeifall von den Zuschauern nach dem gelungenen 45-minütigem Kraftakt, der sich auf dem Asphalt durchaus schwieriger gestaltete als auf Erdboden. Zwischendurch wurde Krähenwinkels Bürgermeister Andreas Hartfiel nicht müde, die Aktiven mit Bier wieder zu Kräften kommen zu lassen. Der Kommentar dazu von Cheforganisator Michael Hannemann, der das Geschehen locker moderierte: „Eine Maschine funktioniert auch nicht ohne Öl.“ Zum Auftakt hatten viele Einheimische den Transport des Baumes vom Hof Schmidt-Nordmeier ins Ortszentrum begleitet und dabei einige schwierige Manöver des Treckers mit dem langen Anhänger beobachten können. Flotte Marschmusik lieferte das „Young Spirit Orchestra“.
Bis Mitternacht genossen viele Besucher das reichhaltige gastronomische Angebot. Als absoluter Renner erwies sich dabei das von Michael Hannemann kreierte „Stadl-Paura-Gedeck“, bestehend aus einem Glas Marille und einem scharfen Teufelswürstchen. Für fetzige Live Musik sorgte Siggi Dammeier aus Stadl Paura. Und aus dieser Stadt stammte auch die Band „Die Guggis“, die einen Tag später bei der sehr gut besuchten Party im Dorfgemeinschaftshaus mit ihrer Super-Musik für Riesenstimmung sorgten. Und auch die 35 österreichischen Gäste waren des Lobes voll für das lukullische Angebot der Küche des DGH. Die Bilanz von Michael Hannemann nach den beiden ereignisreichen Tagen: „Das war sicherlich wieder ein ganz besonderes Fest im Zeichen der Partnerschaft. Die Beteiligung der Vereine war sehr erfreulich, ein besonderes Dankeschön gilt dabei der Feuerwehr. Das Allerwichtigste war, dass es allen Beteiligten und Besuchern sehr viel Spaß gemacht hat.“