Segeln auf dem Ijsselmeer

Die Kirchenkreis-Reisegruppe verbrachte die Freizeit auf dem Segelschoner Brandaris.

Kirchenkreis bot Reise für junge Erwachsene an

Langenhagen. „Am besten hat mir die frische Brise gefallen, um mal den Kopf freizukriegen“, sagt Wanda (27 Jahre). Für die 19-jährige Rike war das gemeinsame Erleben das Wichtigste: „Wir sind eine tolle Gemeinschaft geworden durch das Beten, das Reden, das Singen und das Spielen. Wir haben uns gemeinsam um alles gekümmert.“ Für Chris (20 Jahre) spielten beide Faktoren eine große Rolle: „Das war eine ganz andere Freizeit als andere, die einzigartige Umgebung hat das Miteinander gefördert“, erzählt er.
Zusammen mit weiteren 17 jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren waren Wanda, Rike und Chris sechs Tage lang auf dem holländischen Ijsselmeer unterwegs: Auf dem Dreimaster Brandaris segelten sie unter dem Kommando von Skipper Olaf und Maat Marcel von Hafen zu Hafen, begleitet von den Diakonen Anna Thumser und Philip Lerke sowie Laura Schmidt, die zurzeit ein freiwilliges soziales Jahr im hiesigen Kirchenkreis absolviert. Die Organisation lag in den Händen von Anna Thumser.
„Wir sind gesegelt, haben thematisch gearbeitet, gemeinsam Zeit verbracht, Städte erkundet und jeder hatte auch genügend Zeit für sich selbst“, berichtet Laura Schmidt. Zwei Segelteams waren abwechselnd für das Vorankommen verantwortlich, zur Zubereitung des gemeinsamen Essens fanden sich jeweils spontan weitere kleine Teams zusammen. Zum Tagesausklang gab es allabendlich eine Andacht, in der der Tag reflektiert und abgeschlossen wurde. Anschließend traf sich die Gruppe dann noch einmal unter Deck des Schiffes, um zu spielen, gemeinsam zu singen, zu lachen und zu reden.
In gemeinsamer inhaltlicher Arbeit beschäftige sich die Gruppe nach jedem Landgang am Nachmittag mit dem sogenannten Enneagramm – gemeinsam wurde dieses Thema ausgewählt und bearbeitet. Das Enneagramm ist ein grafisches Symbol aus der Esoterik, mit dessen Hilfe sich verschiedene Persönlichkeitstypen zuordnen lassen. „Wer wollte, konnte sich darüber hinaus Denkanstöße in Form von Fragen oder Aufgabenstellungen holen“, erzählt Laura Schmidt. „Außerdem wurde viel gelacht, eine Gruppe sprang sogar in die kalte Nordsee und es gab intensive und tolle Gespräche.“
Ein ähnliches Bild ergab die Reflexionsrunde, zu der Anna Thumser zum Ende der Freizeit einlud: Alle Teilnehmer hatten sich in der Gruppe sehr wohlgefühlt und das gemeinsame Erlebnis genossen.