Seit Jahrzehnten hier zu Hause

Tauschten sich intensiv aus: die Mitglieder der Gemeinde und ihre Gäste von der SPD. (Foto: O. Krebs)

Islamische Gemeinde wirbt bei SPD-Besuch für Transparenz

Langenhagen (ok). Die islamische Selimiye-Gemeinde ist seit Jahrzehnten in Langenhagen zu Hause. Zuerst an der Bahnhofstraße, seit etwa einem Jahr an der Karl-Kellner-Straße. Hier wird jetzt ein zweistöckiges Gebäude neu gebaut, im Sommer soll Einweihung für die etwa 160 Mitglieder und natürlcih auch ihre Gäste gefeiert werden. Dann stehen statt 500 rund 3.000 Quadratmeter zur Verfügung. Die Gemeinde setzt auf Transparenz, will mit ihrer Arbeit beispielsweise auch "Fehlentwicklungen" wie etwa dem Salafismus entgegen wirken. Jetzt schaute eine sozialdemokratische Delegation vorbei, um sich über die Arbeit vor Ort zu informieren. Der SPD-Landtagsabgeordnete Marco Brunotte sagte: "Die Mitglieder müssen sich aber auch nicht permanent rechtfertigen mit Dingen, mit denen man nichts zu tun hat." Und es müsse auch mit Vorurteilen aufgeräumt werden – die Gemeinde zeige sich durchaus weltoffen, Frauen arbeiteten aktiv mit. Ratsfrau Elke Zach regte an, den "ständigen Dialog" zu suchen, sich etwa alle drei Monate zu treffen. "Allein, um den Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen." Kritische Fragen seien dabei natürlich zulässig, ja sogar erwünscht. Und alle waren sich einig: Die Entwicklungen in der Türkei – gerade, was die Menschenrechte angeht, müssten im Auge behalten werden.