Selbstzweifel der SPD verworfen

Bei der Ehrung langjähriger Mitglieder (von links): Hauke Jagau, Frank Stuckmann, Caren Marks (SPD-Bundestagsabgeordnete), Otto Semler, Karl-Friedrich Weidemann, Marco Brunotte, Ingrid Hegewisch, Horst Karrasch, Rosa Affenzeller, Jürgen Müller, Wilfried Affenzeller. (Foto: G. Gosewisch)

Regionspräsident Hauke Jagau ermutigt Abteilungsmitglieder

Langenhagen (gg). „Wenn es die SPD nicht gäbe, säßen wir hier gar nicht“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau zu den Mitgliedern der SPD-Abteilung anlässlich der Jahresversammlung im Quartierstreff an der Freiligrathstraße - ein Gebäude, das von der Wohnungsbaugesellschaft KSG erstellt wurde. Zu den KSG-Gesellschaftern gehören die Region, die Regionskommunen und die Sparkasse. Hauke Jagau ist seit 20 Jahren KSG-Aufsichtsratsmitglied und versicherte zum Zweck: „Hier können Mieter verlässlich und sicher leben.“ Er räumte mit Selbstzweifeln auf, die der Sozialdemokratie vermeintlich zu eigen seien. „Ohne die SPD geht es nicht in die richtige Richtung“, sagte er bei seinem Bekenntnis für die große Koalition auf Bundesebene. Gestärkt nach der Landtagswahl sei die SPD in Niedersachsen aufgestellt. Ausdrücklich lobte Hauke Jagau die „wichtige Rolle“ von Marco Brunotte im früheren Landtag. Dass er seine sozialdemokratische Arbeit nach dem Ausscheiden fortführe, ehre ihn. Ein grandioses Stimmenergebnis habe er bei der Landtagswahl im hiesigen Wahlkreis für sich verbuchen können. Nur der Besonderheit der Stimmenverteilung sei es geschuldet, dass er den Wiedereinzug knapp verpasst habe. Sein Mandat im Langenhagener Rat hat Marco Brunotte ohnehin inne. Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion ist Marc Köhler. Er informierte aus dem aktuellen Geschehen und sparte nicht an Kritik an dem „losen Bündnis der tristen Vielfalt (CDU, Grüne, BBL, FDP, Wählergemeinschaft  und Unabhängige)“. Für deren Sparmaßnahmen im Haushalt sehe er, schon wegen der Realitätsferne, wenig Chancen auf Umsetzung. „Nicht machbar“, seien die Ideen der „tristen Vielfalt“, was an „der Posse zum Schulbau“ sichtbar werde. Marc Köhler erinnert sich an Forderungen „der Tristen“ zu großzügigem Schulbau. Nun sollen 15 Prozent pauschal eingespart werden. Sinnvolle Politik sehe anders aus.
Für die SPD-Abteilung intern führte der Vorsitzende Frank Stuckmann durch das Programm. „Wir möchten unterstreichen, dass Mitgliederehrungen etwas ganz Besonderes sind“, sagte er. Dem Dank für die Mitgliedschaft schlossen sich Hauke Jagau und Marco Brunotte an. Parteimitglieder sind: seit zehn Jahren – Maren Kappelmann, Lars Rietschel, Frank Stuckmann und Maren Welmert; seit 15 Jahren Anette Lerch; seit 25 Jahren Jürgen Müller; seit 30 Jahren – Ingrid Hegewisch, Andreas Heinrich; seit 35 Jahren - Werner Bürgel, Karin Olzog und Karlheinz Rohne; seit 35 Jahren Robert Trusheim; seit 40 Jahren – Ingeburg Holtmann, Barbara Silkenbeumer; seit 45 Jahren – Rosa Affenzeller, Wilfried Affenzeller, Hans-Jürgen Blume, Horst Karrasch; seit 50 Jahren – Michael Schneider; seit 55 Jahren - Karlheinz Kaese, Otto Semler; seit 60 Jahren Karl-Friedrich Weidemann; seit 65 Jahren – Günter Gerberding. Die SPD-Abteilung hat rund 150 Mitglieder.