Seltene Silberreiher in der Wedemark

Nahezu majestätisch zieht der strahlend weiße Silberreiher seine Runden über den Fischteichen von Hartmut Pflüger. (Foto: Foto: L. Irrgang)
Hellendorf (ig). Die kalten Temperaturen machen nicht nur dem Menschen durch Eis und Schnee zu schaffen, auch für Wildtiere kann sich die Nahrungssuche durch die Witterung erschweren. So etwa für den Reiher, welcher sich von Fischen, Amphibien und Insekten ernährt. Für diese Tiere, die zur Ordnung der Schreitvögel gehören, werden die Stellen, an denen sie Nahrung finden, mit anhaltenden Minustemperaturen weniger.
Denn dem Reiher verbleiben jetzt fast nur noch Fließgewässer, in denen er nach seiner Lieblingsnahrung jagen kann. So beispielsweise auf dem Privatgrundstück der Fischzucht von Hartmut Pflüger. Neben zugefrorenen Flächen sind hier auch noch freie fließende Gewässer zu finden. So ist dies Gelände ein Anlaufpunkt für zahlreiche Graureiher und seit kurzem auch für den hier eher nicht beheimateten Silberreiher. „Wir haben schon vier Stück auf einmal gesehen“, so Pflüger. Kommt der Silberreiher vermehr in Ostdeutschland und Bayern vor, so kann man ihn mittlerweile verstärkt in den Wintermonaten auch in Norddeutschland beobachten. Immer wieder kreisen die bis zu einem Meter langen Tiere zurzeit über den Teichen auf dem Grundstück von Hartmut Pflüger, aufgrund ihrer Größe und einer Flügelspannweite von bis zu 1,70 m eigentlich unschwer zu erkennen, aber ihr strahlend weißes Federkleid hebt sich vor der schneebedeckten Kulisse nur sehr schwer ab. Die eingeschränkte Möglichkeit der Nahrungssuche sei für die Tiere zur Zeit auch mit Stress verbunden, so Werner Gräfenkämper, den viele Wedemärker durch die langjährigen Vogelkartierungen kennen, im Gespräch mit dem ECHO. „Jetzt ziehen diese Tiere die Aufmerksamkeit auf sich, aber dadurch stören wir die Tiere sehr stark.“ Aus diesem Grund sind die für das ECHO gemachte Aufnahme nicht nur
mit erheblicher Ausdauer, Geduld und Ruhe entstanden, für
die Aufnahme wurden zudem
extreme Telebrennweiten verwendet um die Tiere unbemerkt aus sehr großer Entfernung zu fotografieren.
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