Senioren kennen keine Nachwuchssorgen

Die Zusammenarbeit hat sich bewährt (von links): Eckhard Keese, stellvertretender Vorsitzender des Seniorenbeirat, Christine Ebers (Seniorenbüro) und Christa Röder, Vorsitzende des Seniorenbeirats. (Foto: D. Lange)

10 Jahre Seniorenbeirat und Seniorenbüro

Langenhagen (dl). Das war schon eine illustre Gesellschaft, die da am Freitag in den Ratssaal gekommen war, um mit dem Seniorenbeirat auf dessen zehnten Geburtstag anzustoßen. Gemäß seiner selbstgestellten Aufgabe zur generationenübergreifenden Zusammenarbeit mit Vereinen, Verbänden und Organisationen und nicht zuletzt mit der Politik waren es rund 110 Gäste, die der Einladung gefolgt waren. Der Seniorenbeirat ist also, wie man sieht, in Langenhagen bestens vernetzt. Das war nicht immer so und das ist auch nicht überall so, wie der Blick in die Region zeigt. Noch längst nicht in jeder Kommune innerhalb der Region Hannover gibt es einen Seniorenbeirat, und auch der Start des Beirats in Langenhagen gestaltete sich am Anfang etwas holprig. Noch im Jahr 2000 war ein solches Gremium als Interessenvertretung für die ältere Generation politisch nicht gewünscht. Die Zeit war wohl noch nicht reif dafür. Wie man aber an der erfolgreichen Bilanz des Langenhagener Seniorenbeirats ablesen kann - Runder Tisch Pflege, Mehrgenerationen-Bewegungspark, Seniorenwegweiser, Seniorenkino, Seniorentage und vieles mehr - hat in den Jahren bis 2006 hinsichtlich der Notwendigkeit eines Beirates offensichtlich ein Umdenken im Rat stattgefunden. Nicht zuletzt deswegen, „weil die Kommunen auf die Erfahrungen und Kompetenzen der älteren Menschen nicht verzichten können“, wie es heißt. Bisher sind es etwa 1,4 Millionen Senioren, die von dem Landesseniorenrat Niedersachsen vertreten werden. Dessen Vorsitzende, Ilka Dirnberger, stellte fest: „Wir Senioren haben jedenfalls keine Nachwuchssorgen“. Der fortschreitende demografische Wandels zeige aber, dass der Bedarf nach einer Interessenvertretung steigt. „Wohnen im Alter, Inklusion, Barrierefreiheit, die Realisierung eines Altenhilfeplans oder Bewegung im Alter sind Themen, die uns noch länger beschäftigen werden“, sagte Christa Röder. Eine ausgesprochen unterhaltsame Laudatio auf den rührigen Seniorenbeirat hielt die Leiterin der Abteilung Jugend, Familie und Soziales, Heidi von der Ah: „Nicht Langenhagen bewegt, wie es in dem Werbeslogan der Stadt heißt, sondern Sie bewegen die Stadt. In allen seniorenrelevanten Themen halten Sie die Verwaltung damit hartnäckig auf Trab. Bitte machen Sie weiter so“, wünschte sich Heidi von der Ah von den Mitgliedern des Beirates.
Für Unterhaltung und ein wenig Entspannung zwischen den bei solchen Anlässen unvermeidlichen Redebeiträgen sorgten die „Lustigen Oldies“. Wie der Name schon andeutet, handelt es sich dabei um eine Gruppe gutgelaunter älterer Damen, allesamt nach der quietschbunten Mode der späten Fünfziger und frühen Sechziger gekleidet und die passend dazu auch die Schlager jener Zeit wieder aufleben ließen.