"Seniorenbegleitung in Wiesenau“ überzeugte

53 Projekte wurden eingereicht, am Ende gab es für das Langenhagener auch einen Preis.

Gemeinschaftsprojekt bei „Zuhause hat Zukunft 2016“ nominiert und erhält Geldpreis

Langenhagen. „Wir haben uns riesig darüber gefreut, dass das Projekt „Seniorenbegleitung in Wiesenau“ von mehr als 50 Einsendungen für einen Preis überhaupt nominiert worden ist“, sagen Claudia Koch vom Quartierstreff Wiesenau und Christel Kolossa-Saris vom Büro für BürgerEngagement der Stadt Langenhagen. Die beiden Koordinatorinnen des Projektes waren zusammen mit vier Seniorenbegleiterinnen am 23. September nach Hamburg gefahren, um bei der Preisverleihung von „Zuhause hat Zukunft 2016“ dabei zu sein.
Den bundesweiten Wettbewerb hatte der Verein „Wege aus der Einsamkeit“ zum siebten Mal ausgerufen. Dafür eingesendet wurden 53 Projekte. „Offenbar gab es unter allen Einsendern viele tolle und überzeugende Projekte“, berichten Koch und Kolossa-Saris. Die Jury vergab den dritten Platz zweimal und den vierten Platz sogar dreimal.
„Dass wir bereits zwei Jahre nach Initiierung mit einem Preis ausgezeichnet werden, ist eine schöne Bestätigung für unser Projekt“, so die Koordinatorinnen. Ende 2014 hatten sie „Seniorenbegleitung in Wiesenau“ ins Leben gerufen. Die ersten zehn Seniorenbegleiter wurden von November 2015 bis Februar 2016 bei der Johanniter-Akademie Bildungsinstitut Hannover geschult. Dort erhielten die Freiwilligen von Erster Hilfe bis zu rechtlichen Grundlagen ein solides Basiswissen. Im Frühjahr nahmen sie Ihre Arbeit auf und leisten seither älteren Menschen, die allein leben, Gesellschaft.
„Leider ist es so, dass man bei Freiwilligenprojekten immer damit rechnen muss, dass Teilnehmende aus den unterschiedlichsten Gründen ausscheiden. Neue Interessierte sind daher stets willkommen“, sagen Kolossa-Saris und Koch.
Anfang des Jahres 2017 soll eine weitere Schulung für Freiwillige angeboten werden, an der Interessierte aus dem ganzen Stadtgebiet teilnehmen können. „Wir möchten das Modellprojekt langfristig auch auf andere Ortsteile übertragen. Denn immer mehr Menschen werden älter und immer mehr leben alleine.“
Wer Lust hat, an einer Schulung teilzunehmen, ältere Menschen zu besuchen oder sie bei anderen Unternehmungen zu begleiten, kann sich melden bei: Claudia Koch im Quartierstreff Wiesenau (Telefon 0511/8604- 216 sowie per E-Mail an koch@ksg-hannover.de) oder Christel Kolossa-Saris im Büro für BürgerEngagement (0511/7307 9309 sowie christel.kolossa-saris@langenhagen.de).