Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Arbeitgeber muss Arbeitnehmer schützen

Langenhagen. Wo fängt sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz an? Eine anzügliche Bemerkung, ein Pin-Up-Girl als Bildschirmschoner? Eine Broschüre, die die Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten in der Region Hannover herausgegeben hat, gibt darauf Antworten. Die Broschüre erläutert wie sexuelle Belästigung definiert wird und gibt handfeste Tipps wie sich Frauen oder auch Männer dagegen wehren können. Zudem bietet die Broschüre Rechtsgrundlagen zum Nachlesen und wie Personalverantwortliche mit dem Thema richtig umgehen. „Belästigte Personen versuchen meist, Übergriffe zu ignorieren oder scherzhaft damit umzugehen. Dieses Verhalten ist aber meistens nicht zielführend“, weiß Anne Kirchenbüchler, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Langenhagen. „Zielführender ist es, sein Gegenüber zur Rede zu stellen. Es ist außerdem empfehlenswert, die Vorfälle zu notieren.“ Kirchenbüchler betont: „Wenn sich eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer belästigt fühlt, hat die Person das Recht, sich bei den zuständigen Stellen im Betrieb zu beschweren.“ Arbeitgeber seien verpflichtet, ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor sexueller Belästigung zu schützen. „Auch wir Gleichstellungsbeauftragte und die Gewerkschaften sind geeignete Stellen, um sich beraten zu lassen“, sagt Kirchenbüchler. Die Broschüre listet auch die wichtigsten Kontakte auf und hält Auszüge aus dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) bereit.
Ab sofort kann sie bei der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Langenhagen kostenfrei unter gleichstellung@langenhagen.de oder telefonisch unter (0511) 7307 91 08 bestellt werden. Auf der Homepage der Stadt Langenhagen steht sie zum Download bereit.