Show der Blues Brothers

Mit den Blues Brothers gab es beim ACL-Konzert besondere Akzente.

ACL begeisterte mit Klassik und Pop

Langenhagen. Seit mehr als 40 Jahren ist der Akkordeon-Club (ACL) in Langenhagen präsent und genauso lange begeistern die Spieler schon ihr Stammpublikum. Mit Stolz begrüßte der Vorsitzende Jan Hülsmann die Musikfans im Forum Stadtsaal, bedankte sich für ihr Kommen und übergab nach kurzer Begrüßung der Gäste und Ehrengäste das Mikrofon an seine Schwester Antje Wöhler, die mit viel Hintergrundwissen und Emotionen fröhlich durch den musikalischen Nachmittag führte.
Mit dem Titel Palladio von Karl Jenkins platzierte das Akkordeonorchester unter der Leitung von Nemanja Lukic gleich zu Beginn deutliche Akzente und die Zuschauer erfuhren mit wieviel Temperament das Instrument Akkordeon erklingen kann. An den Pauken und der Percussion brillierten Marvin Bublitz und Simon Meyer hervorragend.
Nach dem ersten Beitrag strömte der Nachwuchs und ganze Stolz des Vereins auf die Bühne. Mit viel Aufregung und Nervosität wurden die Plätze eingenommen und der Dirigent Nemanja Lukic konnte seine Schützlinge schnell beruhigen. Die Schüler im Alter von sieben bis 14 Jahren und haben trotz ihres unterschiedlichen Könnens die Möglichkeit, im Orchester mitzuspielen, da sie im Unterricht von den ACL-Lehrern Miroslav Grahovac und Nemanja Lukic hervorragend auf diesen großen Tag vorbereitet wurden. Es erklang die Piratensuite von Gerrit Heuten und der Morango Raggae von Tesse Telman und das Publikum würdigte die großartigen Leistung aller Alters- und Leistungsstände mit einem riesigen Beifall. Nachwuchssorgen habe der ACL aufgrund hervorragend ausgebildeter Lehrer und einem vereinseigenen Clubheim mit idealen Übungsräumen zum Glück nicht, erklärte die Moderatorin.
Noch viel aufgeregter als die Jugend erschien die elfköpfige Spielgruppe unter der Leitung von Ina Voigt, die sich einfach gerne zusammen musiziert. Die "Feiermusik" von Hugo Hermann, "Tie a yellow ribbon" von Irvine Levine und "The Muppet Show Theme" von Jim Hensen begeisterten das Publikum und die strahlenden Gesichter der Spieler verrieten, dass der Stolz auf die eigene Leistung die Aufregung verdrängt hatte.
Mit einer Suite in vier Sätzen entführt das Orchester die Zuhörer vor der Pause noch nach Transylvanien, der Heimat des Grafen Dracula. Ein unglaublich hoher Schwierigkeitsgrad durch die rhythmischen Wechsel im 9/8 Takt, welche allerdings vom Orchester und seinem Dirigenten schier mühelos gemeistert wurden; ein völliger neuer Klang für das Ohr, der die Zuhörer sehr überraschte und begeisterte.
Nach der kurzen Pause kam der Programmhöhepunkt, und für diesen hatte der Verein die Bühne großartig dekoriert, denn die Blues Brothers lieferten gemeinsam mit dem Akkordeonorchester eine tolle Show. Alan Cortez mit seinem Sohn Charlie und Matthias Gleichmann sangen und spielten authentische Kult-Szenen nach und brachten die Zuhörer mit einer kleinen Verfolgungsjagd durch den Saal zum Lachen.
Mit dem Tango Invention von Johann Sebastian Bach und In the Mood von Joe Garland fing das Orchester das Publikum dann weiter ein und mit der wundervollen Melodie des Titels "You raise me up" von Rolf Lovland, gefühlvoll begleitet von Miroslav Grahovac auf dem Klavier, sah man genießende Musikfans, die die wundervolle Melodie verfolgten und genossen.
Das Konzert sollte mit "Shut up and Dance" von Reinhold Michelis und nochmaliger Gesangsperformance von Allan Cortez mit einem Feuerwerk ausklingen, jedoch entließen die Zuhörer alle Spieler und Mitwirkenden erst nach mehreren Zugaben und riesigem Applaus in den Sonntagabend. Ein Konzert der Extraklasse und das Können der Spieler bleibt allen mit Sicherheit in Erinnerung.
Das Akkordeonorchester wird am 2. Januar beim Neujahrskonzert im Theater im Aegi (Aktion HAZ Weihnachtshilfe) zu hören und zu sehen sein.