Sichtbare Pflege der Kleingewässer

Die Helfer entfernten Rohrkolben aus dem Kleingewässer. (Foto: K. Woidtke)

Feucht, fröhlicher Einsatz mit dem NABU

Langenhagen. Wenn den Naturschützern des NABU das Wasser sprichwörtlich bis zum Halse steht, geht es ihnen nicht schlecht, sondern sie zeigen vollen Einsatz bei der Kleingewässerpflege in Kananohe. Denn um Rohrkolben aus den Teichen zu entfernen, müssen sie auch schon einmal bis zur Brust in das kühle Nass eintauchen. Bei warmen Temperaturen und Sonnenschein war das kein Problem für die Helfer, die sich gemeinsam mit Einsatzleiter Ricky Stankewitz für den Erhalt der Kleingewässer einsetzten.
Wie wichtig ihre Arbeit ist, erläuterte Stankewitz auch dem Fernsehteam, das für Dreharbeiten im Auftrag des NDR mit vor Ort war. "In diesem Jahr konnten wir zum ersten Mal die Reproduktion von Laubfröschen durch den Fund von Larven und Jungtieren im Juni an diesem Gewässer nachweisen", erklärte der Vorsitzende des NABU-Ortsvereins. "Das zeigt, das wir mit unserer Pflege den idealen Lebensraum für diese seltene Amphibienart geschaffen haben", erklärt Ricky Stankewitz zum Erfolg. Die Larve einer Großlibelle, Hornissen und eine Erdkröte, die die Helfer im und am Wasser entdeckt hatten, wurden kurzerhand zu Fernsehstars. Nur ein Laubfrosch war nicht vor die Kamera zu bekommen. "Zu dieser Jahreszeit haben sie sich in die umliegenden Hecken zurückgezogen", ergänzte Ricky Stankewitz.
Eine lieb gewordene Tradition bei den Pflegeeinsätzen des NABU Langenhagen ist die kostenlose Verpflegung der Helfer. Christa Donath und Edeltraud Richter wurden dann auch sehnsüchtig von den durchnässten Männern erwartet. Die beiden Frauen hatten neben Kaffee und Apfelkuchen auch belegte Brötchen zur Stärkung der fleißigen Helfer dabei. Die finden sich demnächst in der Sendung "NaturNah" des NDR wieder, in der über den Mikrokosmos am Rollfeld berichtet werden wird.