„Sie waren vielleicht einfach zu gut“

Haben drei Jahre lang gut zusammengearbeitet: Michael Neubauer, Martin Steigleder und Nils Dettmann.Foto: O. Krebs

Verwaltungsdirektor Martin Steigleder verlässt Paracelsus-Klinik Richtung Henstedt-Ulzburg

Langenhagen (ok). Die Paracelsus-Klinik steht gut da, schreibt schwarze Zahlen. Im übertragenen Sinne: Das Schiff fährt Volldampf voraus. In Zukunft allerdings ohne ihren bisherigen Kapitän, denn Verwaltungsdirektor Martin Steigleder (42) heuert am 1. März in Henstedt-Ulzburg an. Die Klinik im Norden Hamburgs gehört ebenfalls zum Paracelsus-Konzern, ist mit 211 im Vergleich zu 90 Betten aber wesentlich größer. Dort gibt es außer der Endoprothetik und Schmerztherapie auch noch eine geburtshilfliche Abteilung; ein schwieriges Thema, das für Martin Steigleder bereits sechs Wochen nach Amtsantritt im November 2012 auf der Agenda stand. „Sie waren vielleicht einfach zu gut“, merkte Chefarzt Michael Neubauer bei Steigleders Verabschiedung an, und in der Tat soll Steigleder den „Kahn“ in Henstedt-Ulzburg wieder flottmachen. Sein Ruf aus Langenhagen scheint ihm vorausgeeilt zu sein, in den knapp drei Jahren hat der Gesundheitsökonom in der Flughafenstadt eine Menge auf den Weg gebracht. So wird zum Beispiel die neue Hauptabteilung Anästhesie, die er mit auf den Weg gebracht hat, am 1. April eingeweiht. Steigleder blickt auf eine „anstrengende und kompakte Zeit“ mit so manchem Kraftakt zurück und machte deutlich, dass er jetzt noch einmal von vorn anfange. Aber Herausforderungen seien eben dazu da, dass sie angenommen würden. Über die Paracelsus-Klinik in Langenhagen mit ihren guten Strukturen und dem guten Miteinander mache er sich gar keine Sorgen. Und Pflegedienstleiter Nils Dettmann, der gemeinsam mit Steigleder in Langenhagen angefangen hat, versprach: „Wir werden in der gleichen Richtung und mit dem gleichen Tempo weitermachen.“. Da diese personelle Konzernentscheidung relativ kurzfristig gefallen ist, wird jetzt mit Hochdruck nach einem Nachfolger für Martin Steigleder gesucht. Bis eine Entscheidung gefallen ist, werden Regionaldirektor Joseph Jürgens und Martin Steigleders Stellvertreterin die käufmannischen Geschäfte der Klinik am Silbersee führen.