Sie wollte den Menschen helfen

Margrit Benzler war "politische Ziehmutter" für Gudrun Mennecke

Engelbostel (ok). „Sie war meine Ziehmutter im politischen Bereich“, sagt Engelbostels Ortsbürgermeisterin Gudrun Mennecke und spricht mit Hochachtung über ihre frühere Parteikollegin und Vorgängerin im Amt der Ortsbürgermeisterin, Margrit Benzler. Die Ehrenvorsitzende der Engelbosteler Arbeiterwohlfahrt (AWO) war am 24. Mai kurz nach ihrem 80. Geburtstag gestorben. Das Licht der Welt erblickte die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes und der Verdienstmedaille der Arbeiterwohlfahrt am 1. Mai 1936, lernte den Beruf der Zahnarzthelferin, bevor sie zwei Jahre lang nach Australien auswanderte. Nach Engelbostel kam Margrit Benzler 1961 zusammen mit ihrem Mann Jobst-Henrich Benzler, der vor knapp zwei Jahren gestorben ist. Die Mutter dreier Kinder war schon früh politisch engagiert, hat den Kinderladen in Engelbostel mitgegründet. In die SPD trat Margrit Benzler im Jahre 1967 ein, seit 1968 war sie im Vorstand, zwischendurch auch mal Vorsitzende. Dem Ortsrat Engelbostel gehörte sie seit 1974 an, war von 1991 bis 2001 Ortsbürgermeisterin, von 1986 bis 2001 Mitglied des Rates der Stadt Langenhagen. Aber damit nicht genug: Der AWO Engelbostel-Schulenburg ist sie 1968 beigetreten, war von 1984 bis 2004 Vorsitzende des Ortsvereins und hat seit 1975 die AWO-Tagesstätte 25 Jahre lang geleitet. Der IGS Langenhagen, für die sich ihr Mann Jobst-Henrich stark engagiert hatte, stand auch sie sehr positiv gegenüber, schickte nach der Gebietsreform 1974 alle drei Kinder auf die Gesamtschule nach Langenhagen. „Kinder, Jugend, Senioren – Menschen zu treffen und zu helfen, das war Margrits Lebensinhalt“, sagt Gudrun Mennecke Häufig habe sie mit ihr telefoniert und gemailt und ist froh, dass sie sich an ihrem Geburtstag am 1. Mai noch einmal intensiv mit ihr austauschen konnte.