Sinnhaftes Schenken in besinnlicher Zeit

Schüler der Grundschule Kaltenweide freuen sich über den hübschen Aufbau, ihrer gespendeten Pakete bei fairKauf. Für den gelungenen Ablauf sorgten Ursula Starker (hinten von links), Doris Lange, Laura Kühne, Marco Kruppa und Klaus Hibbe. (Foto: G. Gosewisch)

Grundschüler spenden Pakete für 170 bedürftige Kinder

Langenhagen (gg). Etwas geben, etwas schenken. Laura Kühne, Lehrerin an der Grundschule Kaltenweide, hat den Sinn der Weihnachtsbotschaft mit ihren Schülern besprochen – mit erstaunlichem Ergebnis. Zunächst gestalteten die Zweitklässler einen Adventskalender für die Gemeinschaft. „Es geht nicht um das Nehmen, nicht um das Bekommen von Geschenken, sondern um das Geben. Jedes Kind hat sich überlegt, was es der Gemeinschaft Gutes tun möchte“, erklärt Laura Kühne. So habe jedes Kind einen Stern für den Adventskalender gebastelt. Eine Botschaft oder ein Versprechen ist darauf notiert, das selber geleistet wird, wie beispielsweise Vorlesen für andere. Damit nicht genug. Da das Geben für die Gemeinschaft Sinn macht, wurde in der Klasse beschlossen, anderen zu helfen, die von sich aus keine großen Möglichkeiten haben. Bekannt ist aus früheren Jahren die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“, bei der Bedürftigen ein Paket gespendet wird. Für die Umsetzung sprach Laura Kühne, mit Unterstützung von Schulleiterin Ursula Starker, mit Doris Lange. Sie leitete den städtischen Sozialberatungsdienst, weiß, dass 170 Kinder in Langenhagen bedürftig sind, darunter viele Flüchtlinge. „Aus einem kleinen Gespräch wurde eine recht große Aktion, das hätte ich vorher nicht gedacht“, berichtet Laura Kühne, denn in ihrer Klasse sind 25 Kinder und gedacht war, dass jedes Kind ein Paket spendet. So gab es einen Aufruf an der Grundschule, wer wollte, konnte mitmachen. Das taten rund die Hälfte aller Schüler. "Eltern waren dafür, weil die Spenden in Langenhagen ihre Bestimmung finden sollten. Das war vielen wichtig", sagt Ursula Starke. 170 hübsch verpackte und individuell gestaltete Pakete wurden gespendet. Für den Inhalt gab es die Vorgabe von Doris Lange zur Einheitlichkeit. Sie empfahl Pflegeprodukte mit Zahnbürste, Zahnpaste, Creme und Schampoo (in einem Kulturbeutel) sowie eine kleine Süßigkeiten-Beilage und ein kleines Kuscheltier. Handtücher wurden separat gesammelt, und die Unterstützung der Firma Rossmann konnte eingeworben werden. So gab es zusätzlich eine große Anzahl von Schreibutensilien. Raum für die Verteilung an die Bedürftigen stellte das Gebrauchtwaren-Kaufhaus fairKauf zur Verfügung. Klaus Hibbe gab seitens des Vorstands umgehend grünes Licht, und Marco Kruppa, Filialleiter, setzte die Aktion gerne um. Er erklärt zum Ablauf: „Wir haben die Pakete von der Grundschule abgeholt und hier aufgebaut. Die Familien können uns hier im CCL gut erreichen. Bei Abgabe es Abholscheins, den Doris Lange vorher ausgegeben hat, geben wir die Pakete ab.“