Skepsis in Sachen Barfußpfad

Politik soll über Antrag des Seniorenbeirates entscheiden

Langenhagen (ok). Die Politik soll jetzt das letzte Wort in Sachen Barfußpfad im öffentlichen Raum haben, die Verwaltung hat Beschlussvorschläge unterbreitet, die am Donnerstag, 10. August, ab 17.45 Uhr im Rathaus in der Sitzung des Stadtplanungs-, Bau- und Umweltausschusses diskutiert werden sollen. Der Wunsch war vom Seniorenbeirat ins Spiel gebracht worden. Eine Möglichkeit sei am Silbersee, wo auch die soziale Kontrolle gegeben sei. Allerdings müsse die Anlage selbst auch täglich überwacht und gewartet werden. Die zweite Alternative sei in den Heestern neben dem Mehr-Generationen-Park. Eine Idee, der die Verwaltung aber ziemlich skeptisch gegenübersteht. Die Gefahr des Vandalismus sei groß, die Fläche relativ beengt und die Wiesenflächen würden auch anderweitig, etwa für Tai Chi, genutzt. Ein weiterer Barfußpfad in Niedersachsen in einer zugänglichen, nicht eingezäunten Anlage sei der Verwaltung nicht bekannt. Andere Barfußpfade seien in privater Hand, oft eingezäunt und nicht öffentlich. Die Verwaltung verweist auf die Parkflächen mit vielen unterschiedlichen Oberflächen als Ausweichmöglichkeit. Außerdem gebe es in der Montessori-Schule eine ähnliche Anlage und auch für die neue „Wasserwelt“ sei eine geplant.
Christa Röder vom Seniorenbeirat kann die Argumentation der Verwaltung überhaupt nicht nachvollziehen. Ihr fallen Beispiele aus Bad Nenndorf, Bremervörde und vor allen Dingen Burgdorf ein, wo es gut laufe. In Burgdorf gebe es einen Pfad der Sinne neben dem Aktiv-Park, den eine Stiftung der Stadt geschenkt habe.