So funktioniert Lagerleben

Je kühler die Luft, desto mehr Bewegung suchen die SCL-Kids in Lenste. (Foto: SCL)
 
Keine Beratung ohne großes Gelächter - typisches Lagerleben. (Foto: SCL)

SCL in Lenste meldet Ferienbericht

Langenhagen. Sehr wechselhaftes Wetter mit viel Wind meldet die SCL-Jugend aus dem Ferienlager in Lenste - ideale Bedingungen, für viele Aktionen. Hier der Ferienlagerbericht:
"Das Wetter tat der Stimmung der 110 Langenhagener an der Ostsee, 95 Jugendliche und 15 Betreuer, keinen Abbruch. Die Kids störte eigentlich nur, dass die Betreuer sie ständig erinnerten, sich je nach momentanem Wetter eine Regenjacke anzuziehen oder ein Cappy aufzusetzen.
Da die Langenhagener Gruppe neben einer kleinen 30-Personen-Gruppe in dieser Woche die einzigen auf dem großen Zeltplatz waren, standen uneingeschränkt alle Aktions-Möglichkeiten offen. Das Mini-Soccer-Feld wurde reichlich belagert, in der Mehrzweckhalle wurde noch einmal die Anlage zum Bogenschießen aufgebaut, und auch der Fußballplatz war ständig in Betrieb.
Diejenigen, die es lieber etwas ruhiger hatten, bastelten, malten oder spielten Gesellschaftsspiele.
Nach dem Abendessen war dann aber nochmal Programm angesagt. Die zweite Folge von "Mein Zelt kann..." wurde gespielt. Auch dieses Mal traten 4 Zelte mit ihren Betreuern gegeneinander an. Neben diversen Quizfragen mussten auch aktionsreiche Aufgaben erledigt werden. Das Bewegen eines Spielzeugautos durch Aufwickeln eines Bindfadens, das Drehen eines Hula Hoop-Ringes über den Zeitraum von 60 Sekunden und weitere Spiele sorgten für reichlich Stimmung. Die meisten Lacher hingegen gab es bei einem Spiel bei welchem ein Keks nur durch Bewegen der Gesichtsmuskeln von der Stirn in den Mund bewegt werden sollte. Hier gab es so manche Grimasse zu sehen.
Nachdem es in den beiden vergangenen Jahren nur durch Spendengelder möglich war, den Tagesausflug zu den Karl-Mayspielen nach Bad Segeberg zu finanzieren, musste dieser Programmpunkt in diesem Jahr leider komplett gestrichen werden.
Daher entschied sich die Zeltlagercrew mal keinen Indianertag, sondern einen Rittertag in Form eines Planspiels zu veranstalten. Direkt nach dem Frühstück ging es los. Die Betreuer waren als mittelalterliche Figuren verkleidet und besetzten verschiedene Spielstationen, an welchen nun Aufgaben erledigt werden mussten.
Allerdings konnten die Gruppen nicht wahllos zu den Stationen gehen, denn um beispielsweise am Bockkampf teilnehmen zu können, musste zunächst ein Titel erworben werden, Kraft angesammelt werden usw. Ziel war es, dass sich die Gruppen als Spielcharakter vom normalen Bürger zum Ritter hoch arbeiten.
Alle waren wirklich mit Feuereifer dabei und konnten es kaum abwarten dass es nach der Mittagspause weiterging. Leider machte das Wetter einen Strich durch die Rechnung, denn nach dem Essen regnete es in Strömen, sodass es erst gegen 16 Uhr weitergehen konnte. Das Entwerfen eines Charakters, Anfertigen eines Wappens, Bauen eines Schwertes forderte die Kreativität und auch die Bewegung kam durch Pferderennen, Transport von Misthaufen und ähnlichen Spielen nicht zu kurz. So mancher hatte am nächsten Tag Muskelkater vom Halten einer vollen Wasserflasche am ausgestreckten waagerechten Arm. Im Anschluß gab es noch das Finalspiel des Rittertages. Die beiden Gruppen mit den meisten Punkten mussten nochmals auf dem Streitbock und um den Sieg kämpfen. Die siegreiche Jungengruppe erhielt während der Disco einen VIP-Bereich und bekam als zweites Abendessen Pizza serviert - Pizza ist zwar nicht ganz ritterlich, aber die Kids freuten sich trotzdem riesig darauf.
Eines der Highlights für viele Kids war sicherlich das Schiessen mit einem echten Bogen auf eine Strohscheibe. Hier kam von den meisten sofort die Frage ob man das denn in den nächsten Tagen nochmal ausgiebiger machen könne.
Eigentlich sollte das Spiel bis zum Abendessen beendet sein, aber durch die wetterbedingte Verzögerung und auch den Eifer der Kids beim Basteln und sägen klappte das nicht ganz. Kurzerhand disponierte die Betreuercrew um, und es ging nahtlos nach dem Abendessen weiter, und paralell wurde gegrillt, Wassermelonen vertilgt und Cup-Cakes vertilgt. Die letzten Gruppen waren erst nach 21 Uhr fertig und lieferten stolz ihren Laufzettel ab.
Auf dem Zeltplatz wurde in der vergangenen Woche die Wasserrutsche aufgebaut. Hier gab es wieder einmal völlig neue Erkenntnisse - "Was schmiert Ihr denn da drauf?" war die Frage vieler Kinder. Und so gut wie niemand wusste etwas mit der Antwort "Schmierseife" anzufangen. Allerdings merkten alle schnell wozu das "ekelige Zeug" gut war, denn alle hatten einen Riesenspaß beim Rutschen.
Am Abend gab es dann noch eine kühlende Erfrischung. Die gekühlte Wassermelone fand reissenden Absatz. Alles in allem hersschte eine sehr ausgelassene Stimmung auf dem Zeltplatz. Und nachdem natürlich auch in diesem Jahr die schon traditionellen Lagertänze getanzt waren und Paulchen Panther wieder einmal die Nachtruhe einläutete mussten die Betreuer schon etwas eneergische auf die Nachtruhe hinweisen."