Solarstrom dringend nötig

Biogasanlage Kaltenweide hat aufgerüstet

Langenhagen. Seit 2008 liefert die Biogasanlage Kaltenweide (BiKa) Brennstoff an die Energie-Projektgesellschaft Langenhagen (EPL) für den Betrieb ihrer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage im Weiherfeld. Nun wurde die BiKa mit 57 Fotovoltaik-Modulen ausgestattet. “Wir wollten nicht nur klimaschonend Gas herstellen, sondern auch etwas für unseren Eigenbedarf an Strom tun”, sagt BiKa-Geschäftsführer Jörg Wegener. „Uns kommt es bei der Wärmeversorgung des Weiherfeldes darauf an, dass das Gesamtsystem optimal ist – daher verbessern wir es ständig entsprechend der technischen, wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen“, ergänzt EPL-Geschäftsführer Manfred Schüle.
Pumpen und Rührwerke verbrauchen eine Menge Energie – die kann die BiKa nun zu einem großen Teil durch den erzeugten Solarstrom decken. Gleichzeitig halte man mit der Strom-Eigenproduktion die Energiekosten für den Betrieb der Biogas-Anlage konstant. „Gerade in ländlichen Gebieten geraten Umwelt- und Klimaschutz in Konflikt wenn großflächig Solarfelder errichtet werden“, berichtet Wegener. Daher sei es sinnvoll, möglichst vorhandene Dachflächen als Standort für die Fotovoltaik-Module zu wählen. „Und wenn man wie wir den Solarstrom gleich selbst nutzt, ist dies der nachhaltigste Weg.“
Die Fotovoltaikanlage ist auf zwei getrennten Dächern errichtet worden: Auf dem Holzhackschnitzellager befinden sich 18 Solarmodule, auf dem Betriebsgebäude noch einmal 39 Module. Das Sonnenstromkraftwerk hat eine Spitzenleistung von 15 Kilowatt produziert bis zu 13.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr – das entspricht dem durchschnittlichen Strombedarf von fünf Haushalten – und ist seit dem 26. September im Einsatz. Betreiberin der Anlage ist die BiKa, deren Mehrheitsgesellschafterin die EPL ist.