Sommerreise statt Berliner Plenarsaal

Reinhard Grabowsky (von links), Thorsten Oppitz und Hendrik Hoppenstedt bei der Kretschmer-Betriebsbesichtigung. (Foto: D. Lange)

Hendrik Hoppenstedt besuchte Gartenbaubetrieb Kretschmer

Engelbostel (dl). Man sah es ihm an: Am liebsten hätte Hendrik Hoppenstedt, CDU-Bundestagsabgeordneter, gleich den ersten Gang eingelegt und Gas gegeben, um mit dem 360 PS starken Traktor eine Runde über den Betriebshof der Kretschmer GmbH, Garten- Landschafts- und Sportplatzbau, zu drehen. Im Gespräch zuvor hatte sich Hoppenstedt als Fan des Traktorherstellers Fendt geoutet, und nun durfte er in das Traktor-Cockpit klettern. Aufmerksam beobachtet vom Chef Thorsten Oppitz persönlich und vom Fahrer des Landmaschinenfahrzeugs, der sein ihm anvertrautes Arbeitsgerät sonst hütet wie seinen Augapfel. Wie viele andere Abgeordnete auch ist Hendrik Hoppenstedt in der Bundestag-Sommerpause in seinem Wahlkreis unterwegs, der nördlichen Region Hannover, um sich im Dialog mit Firmen und Verbänden über deren Arbeit zu informieren. Diesmal aber nicht alleine, wie sonst, sondern zusammen mit einer kleinen Abordnung Langenhagener Ratsmitgliedern der CDU-Fraktion. Thorsten Oppitz als geschäftsführender Gesellschafter des Betriebes, der vor 60 Jahren von der Familie Kretschmer gegründet wurde, beschäftigt heute 85 Mitarbeiter in seinem Unternehmen und sagt: „Wir wachsen von innen. Die Mitarbeiter, die wir ausbilden, werden von uns in aller Regel auch übernommen. Junge Leute, die Landschaftsgärtner werden wollen, gibt es durchaus. Es ist also unser Job dafür zu sorgen, dass sie sich bei uns bewerben.“ Neben vielen Großkunden wie beispielsweise Wohnungsbaugesellschaften und Sportvereinen - zurzeit ist das Unternehmen am Bau des Nachwuchsleistungszentrums von Hannover 96 am Eilenriede-Stadion beteiligt - gehören selbstverständlich auch Privatkunden und ihre Gärten zum Kundenkreis der Firma Kretschmer, aber auch kommunale Auftraggeber wie die Stadt Langenhagen. Aus der Sicht des Unternehmens, zu dessen Schwerpunkten auch der Winterdienst gehört, haben warme Winter dennoch auch ihre Vorteile, weil die Mitarbeiter in diesen Zeiten dafür länger in ihrem ursprünglichem Aufgabenbereich im Landschafts- und Sportplatzbau beschäftigt werden können.