Sommerzeit ist Reinigungszeit

Früher mit Bohnerwachs, heute mit rein pflanzlicher Reinigungsmilch: Pjotr Kaczmarczyk sorgt für ein sauberes Parkett in der städtischen Kita Mitte. (Foto: D. Lange)

Aufwändige Grundreinigung im städtischen Auftrag

Langenhagen (dl). Die Schließzeiten in den Sommerferien werden auch in diesem Jahr von der Stadtverwaltung für eine sogenannte Grundreinigung in ihren öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen genutzt - von den Toiletten am Silbersee bis hin zu den Schulen und Kitas in städtischer Trägerschaft. Zurzeit wird die Arbeit sowohl von Beschäftigten der Stadtverwaltung (sogenannte Eigenreinigung) als auch von Mitarbeitern beauftragter Firmen geleistet. Für die Eigenreinigung ihrer Objekte beschäftigt die Stadt derzeit 36 Mitarbeiter, deren Zahl laut politischem Beschluss in den kommenden zwei Jahren sukzessive aufgestockt werden soll, um bereits ab April 2017 alle Schulen in Eigenleistung zu reinigen - aufgrund bestehender Verträge mit Fremdfirmen zurzeit noch mit Ausnahme des Schulzentrums. In der Grundschule Kaltenweide, der Adolf-Reichwein-Schule, der Gutzmann-Schule sowie der Schule Godshorn einschließlich einer neuen Sportbodenbeschichtung in der Sporthalle, wurden die Reinigungsarbeiten aktuell noch von eigens dazu beauftragten Firmen durchgeführt. Für das städtische mobile Reinigungsteam hingegen fallen pro Woche alles in allem rund 780 Arbeitsstunden an und zwar in den Gebäuden, die der Stadt gehören oder von ihr angemietet wurden und in denen sich städtische Einrichtungen befinden, wobei wiederum pro Woche etwa 190 000 Quadratmeter Gebäudefläche gereinigt werden. In den städtischen Kindertagesstätten Mitte und Kaltenweide sind die Mitarbeiter des städtischen Reinigungsteams damit beschäftigt, die besonders stark belasteten Parkettböden mit einer speziellen Reinigungsmilch auf pflanzlicher Basis aufzuarbeiten und zu versiegeln. Wie bei den Reinigungsarbeiten überhaupt auf den Einsatz von kennzeichnungspflichtigen Chemikalien weitgehend verzichtet wird. Kurz vor Ferienende schließlich wird in den Schulen nach den Wochen der Nichtnutzung für letzte Arbeiten noch einmal ein sogenannter Staubgang durchgeführt, damit die Schüler am ersten Schultag auch wirklich eine saubere Schule vorfinden. Allein hierfür fallen 250 Wochenarbeitsstunden an. Für die Fensterreinigung hingegen sind in allen städtischen Gebäuden ausschließlich beauftragte Firmen zuständig. Hier werden in der Regel fachlich geschulte Spezialkräfte benötigt, aber auch besondere Arbeitsgeräte, deren Anschaffung für die Stadt unwirtschaftlich wäre.