Sonderpreis für Zivilcourage fürs Gymnasium

Große Freude bei Schülern und Lehrern für das Sonderlob von höchster Stelle.

Schülerinnen und Schüler für Friedenszeit ausgezeichnet

Langenhagen. Jetzt hat das Gymnasium Langenhagen den Sonderpreis für Zivilcourage 2015 vom Niedersächsischen Kultusministerium verliehen bekommen.
Der Schulleiter Matthias Brautlecht, die Initiatoren Ingrid Hardeweg, Maren Hoffmeister und Denis Stehr und die Lehrerin der Sprachlernklasse Romy Bierwirth nahmen als Repräsentaten des Kollegiums an der Preisverleihung teil; darüber hinaus eine Abordnung von Schülerinnen und Schülern. Beworben hat sich die Schule mit ihrem Aktionstag "Friedenszeit" im vergangenen Februar. Rückblick: Nach den Anschlägen in Paris im vorigen Jahr und vor dem Hintergrund der großen Flüchtlingsströme hatte die Klasse 8 B gemeinsam mit einigen muslimischen Mitschülerinnen und Mitschüler der Parallelklassen bereits im Januar die Aktion "Pause für den Frieden" gestaltet. Zwei Religions- und. Kunstkurse hatten zur Unterstützung n eigene Texte und Plakate gestaltet, auf denen die Bedeutung von Respekt und Toleranz im Umgang miteinander und die Ablehnung von Rassismus und Gewalt zum Ausdruck gebracht wurden. Im Anschluss an diese Aktion wurde jedoch deutlich, dass das Bedürfnis, diese Botschaft in größerem Rahmen mit allen an Schule Beteiligten unter Lehrern und Schülern zu verdeutlichen, sehr groß war. So entstand die Idee, die "Friedenszeit" zu konzipieren.
Für die Friedenszeit haben die Schülerinnen und Schüler Texte gesucht, selbst verfasst, Musikstücke geschrieben, ein Friedens-Schul-Logo entwickelt, eine Friedensschulhymne getextet und Theaterstücke entworfen, wobei sie vom Musikprofil, Medienprofil und von der Ton-Technik AG Unterstützung fanden. In der Aufführung wurde die Vielfalt der Schule nicht nur durch die Wortbeiträge in den unterschiedlichen Muttersprachen deutlich, sondern auch durch eine Weltkarte, auf der die Herkunftsorte aller Großeltern markiert war. Ziel war es, eine interkulturelle Gesellschaft zu demonstrieren und Mitgefühl mit den Flüchtenden und Kriegsschicksalen auszudrücken. Die damalige Schuleiterin Irene Kretschmer formulierte im Anschluss der Friedenszeit, "die Integration an unserem Gymnasium ist gelungen." Der neue Schulleiter Matthias Brautlecht betont, dass er hinter seinen Schülerinnen und Schülern stehe und das Engagement weiterhin unterstützen werde. Mit dem Preis für Zivilcourage wurde das große Engagement der Jugendlichen jezt gewürdigt.