Sonnenweg soll bunt werden

Die Parkbank auf dem Sonnenweg soll abgebaut werden. (Foto: SHP Ingenieure)

Anlieger beklagen zu viel Verkehr

Langenhagen (gg). Heikel ist die Nutzung des Sonnenwegs. Die Anliegerstraße hat Ecken und Kanten, die den Verkehr ausbremsen sollen. Die Fahrbahn ist schmal gehalten, imposante Bäume sorgen für Ausweichmanöver. Doch diese Hindernisse halten den Durchgangsverkehr nicht auf, so die Klage der Anwohner bei der Bürgerversammlung in der Adolf-Reichwein-Schule zum geplanten Straßenausbau, der im Frühjahr 2019 beginnen soll.
Die Unübersichtlichkeit auf dem alten Sonnenweg sorge nicht für Verkehrsberuhigung, sondern für Unfallgefahr, so der Tenor unter den rund 30 Zuhörern. Nicht begeistert, sondern skeptisch fielen die Anmerkungen zu den präsentierten Ausbauvarianten aus. Bezweifelt wurde, ob die 1,4 Millionen teure Maßnahme für 700 Meter Straße eine Verbesserung bringen wird. Selbst wenn die gut 45 Jahre alten Bordstein- und Baumschutzkanten verschwinden, bleibe es eng. „Wenn sich Fahrzeuge begegnen, wird es weiterhin zu hektischen Ausweichmanövern kommen“, so die Prognose der Anlieger. Fehlten dann die Bordsteinkanten, könnte es auf den auf 2,50 Meter Breite ausgebauten Fußwegen gefährlich werden, so ihre Befürchtung. „Unser Ziel ist eine ansprechende Optik und Aufenthaltsqualität“, betonte Planer Christian Adams (SHP Ingenieure, Hannover), der im Auftrag der Stadtverwaltung die Ausbauvarianten erklärte. Tempo 30 solle bleiben, auch der Alleecharakter. Farbige Pflasterungen sollen das Asphaltgrau ablösen. Wer mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen unterwegs ist, soll nicht mehr stolpern. Rund zehn Parkplätze weniger wird es geben. Ein Aufenthaltsplatz soll entstehen. Die vorhandene Parkbank, direkt an der Fahrbahn, soll abgebaut werden. Christine Söhlke, in der Stadtverwaltung zuständig für die Vermittlung der Maßnahmen im Sanierungsgebiet Wiesenau, zieht eine positive Bilanz: „Die rege Bürgerbeteiligung und Diskussion ist gut. Wir haben die Wünsche und Anregungen der Anlieger aufgenommen, so zum Beispiel der Wunsch nach einer schmalen Fahrbahn mit nur 5,50 Meter Breite, statt der präsentierten sechs Meter Breite. Bei aller Skepsis ist doch klar, dass sich die Anwohner eine Verbesserung wünschen.“