Sorgen und Nöte ernst nehmen

FDP fordert pragmatisches Handeln bei Kinderbetreuung

Langenhagen. „Seit 2007 existiert das Gesetz zum Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Es ist eigentlich nicht zu verstehen, wieso die Verwaltung jetzt unter Zeit- und Handlungsdruck gerät, die Voraussetzungen dafür zu schaffen!“, so der FDP-Vorsitzende Wolfgang Kosanke.
Unabhängig von langfristigen Überlegungen müssten die Sorgen und Nöte der Eltern (und werdenden Eltern) ernst genommen werden – sie brauchten die Unterstützung der Stadtverwaltung für kurzfristige Maßnahmen. So die einhellige Meinung einer größeren Diskussionsrunde der FDP zum Thema „Job oder Kinder“. Mehrfach hatte der Rat das Thema in den vergangenen Monaten und Jahren auf der Tagesordnung und hat in vorbildlicher Weise, abseits von Partei-Interesse, die Weichen für einen Ausbau der Kinderbetreuung gestellt. Nun sei die Verwaltung am Zug, um die Standortfrage zu lösen.
Eine besorgte Mutter: „Seitdem hören wir immer nur, was nicht geht. Wir müssen aber wissen, was geht, denn gegen Ende des Jahres müssen wir unser Kind anmelden." Warum werde die Idee Kolkwiesen sofort zu den Akten gelegt? Ein sehr gut geeigneter, ruhiger Standort, der nur in einem zurzeit noch als 'Industriegebiet' ausgewiesenen Bereich liege. Ein Fremder, der durch dieses Gebiet gehe, würde es als Mischgebiet bezeichnen. Vorschlag: Bei gutem Willen sei es sicher möglich, das Gebiet auch kurzfristig umzuwidmen.
Reihenhauslösungen und das Angebot anderer Trägerschaften (Stichwort FEBEL, Montessori) sollte nochmals abseits ideologischer Bedenken im Sinne wartender Eltern diskutiert werden. Schließlich tragen die Eltern die Verantwortung für Ihre Kinder und sollten frei entscheiden. Fazit der Diskussionsrunde: pragmatisch handeln!
Die FDP-Gesprächsrunde sprach sich auch durchaus für Offene Ganztagsschulen als langfristige Handlungsalternative aus.