Sorgenvoller Blick in die Zukunft

Neujahrsempfang des TG Rot-Gelb

Langenhagen (dl). Intern und inoffiziell ist mitunter vom „Sportgürtel der Stadt“ die Rede und meint damit die in einer Reihe liegenden Sportstätten des SCL, der Tennisgemeinschaft Rot-Gelb und der Neuen Bult. Zu diesem Trio wird sich im kommenden Jahr in unmittelbarer Nachbarschaft noch das neue Schwimmbad dazu gesellen. Davon wird auch die TG Rot-Gelb profitieren, da ist sich der Vorstand des Clubs sicher. „Wir werden unsere Vorzüge besser darstellen können als bisher. Die Qualität der Anlage, die gute Erreichbarkeit und die Lage sprechen für uns. Außerdem wird das Umfeld des Vereins nach Abschluss der Bauarbeiten aufgewertet. Die Bepflanzung zum Schwimmbad hin wird neu gestaltet und unser Parkplatz, der zur Zeit von den Baufahrzeugen ziemlich ramponiert wird, ebenfalls.“ sagte Alfred Schock, der 2. Vorsitzende der Tennisgemeinschaft in seiner Ansprache an die Mitglieder beim traditionellen Neujahrsempfang. Der Verein feiert in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag, und wie es sich für ein Jubiläum gehört, steigt am 25. April ein großes Fest im noblen Maritim Airport Hotel. Am selben Tag beginnt bei der Tennisgemeinschaft mit dem „Anspielen“ auch die aktive Sportsaison. Der Tag der offenen Tür am 16. Mai ist gleichzeitig der Tag des Sports und steht diesmal unter dem Motto „Deutschland spielt Tennis“. Damit soll verstärkt für den Tennissport geworben werden, denn der Boom der frühen Jahre zu Zeiten von Boris Becker und Steffi Graf sind längst vorbei. Heute leidet der Sport wie in vielen Vereinen unter einem bedrohlichen Mitgliederschwund. Auch die Schnupperkurse, die die TG anbietet, werden nicht wie gewünscht angenommen. Es braucht neue Anreize, eine Sportart wie das Tennisspielen kennenzulernen, wobei die grundsätzlichen Probleme hinsichtlich der Mitgliederzahlen nahezu eins zu eins auch auf andere Vereine angewendet werden können. Die Konkurrenz in Bezug auf attraktive Freizeitangebote ist größer geworden. Dazu kommt häufig die mangelnde Bereitschaft, sich längerfristig an einen Verein zu binden und sich für diesen auch ehrenamtlich zu engagieren. Vielmehr wird der Verein lediglich als Dienstleister betrachtet, wo man Sport treibt und dafür bezahlt. Damit hat sich dann in der Regel der Kontakt zum Verein bereits erschöpft. Das kann ein Verein auf Dauer aber nicht leisten. Er braucht neben allem anderen auch ehrenamtliche Mitarbeiter und Helfer und eine nachhaltige Jugendarbeit zur Nachwuchsförderung.
Angesichts dieser Thematik blickt Alfred Schock durchaus sorgenvoll, was die Zukunft des Vereins angeht. Der Sport aber spielt natürlich die Hauptrolle und so können sich am 6. Juni einmal die Eltern ihrer sportlichen Sprösslinge am Racket probieren und den Unterschied zwischen Vor- und Rückhand kennenlernen, bevor dann im September wieder die beliebten Vereinsmeisterschaften stattfinden. Nicht um Punkte, sondern mehr um den Spaß und gute Beziehungen untereinander geht es bei den Freundschaftsspielen, deren sportlicher Wert von einigen sogar noch höher eingeschätzt werden, als die Punktspiele auf Vereinsebene.