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Nach aha-Angaben ist dieser Aufkleber zur Befüllung der O-Tonne nicht mehr aktuell. (Foto: M. Mettler)

Richtige Befüllung der O-Tonne ist erschwert

Krähenwinkel (gg). Die O-Tonne ist nach Auskunft des Entsorgers aha ein Erfolgsmodell, zumindest in Bezug auf die Akzeptanz unter den Bürgern. So steigt die jährliche Wertstoffmenge, die per O-Tonne in der Region Hannover eingesammelt wird: von 2.827 Tonnen im Jahr 2013 auf 3.266 Tonnen im Jahr 2014. Seit der Einführung der O-Tonne vor vier Jahren hat es jedoch Verständnisschwierigkeiten zur korrekten Befüllung gegeben, so die vielfache Lesermeldung.
Aktuell sind in Krähenwinkel sogar widersprüchliche Anweisungen auf der O-Tonne aufgefallen. So gibt es Aufkleber, die per Piktogramm den gelben Sack als Füllmenge erlauben, auf anderen ist er verboten. Irritation gibt es auch zu Elektrokleingeräten und Bekleidung: mal ja, mal nein.
Die ECHO-Redaktion hat bei aha nachgefragt und bekam folgende Antwort: „In die O-Tonne gehören Gegenstände aus Kunststoff, Metall und Folien, aber keine Verkaufsverpackungen. Textilien, sofern sie in einem stabilen Sack zusammengefasst sind, dürfen mit hinein. Elektrokleingeräte dürfen ebenfalls dazu gepackt werden. Nicht in die O-Tonne dürfen Verpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundstoffen – weder lose noch in Gelben Säcken!“
Die aha-Pressestelle erklärt, dass es O-Tonnen mit veralteten Aufklebern gibt, die versehentlich nicht ausgetauscht wurden. Nach einer O-Tonnen-Einführungsphase im Jahr 2010 seien die Aufkleber den nötigen Erfordernissen angepasst und um Abfallfraktionen erweitert worden.
Anders liest es sich aktuell auf der Internetseite der Stadtverwaltung: „Nutzer der O-Tonne können den gelben Wertstoffsack mit in den Behälter geben. Das spart Lagerplatz im Haus und ist ein aktiver Beitrag zu einem sauberen Ortsbild. Das Problem von aufgerissenen und verwehten Wertstoffsäcken lässt sich mit der O-Tonne bequem lösen.“
Die Vorzüge für den Bürger preist aha ausdrücklich an: „Mit der O-Tonne können noch mehr Wertstoffe direkt erfasst und ökologisch verwertet werden...Die Erlöse aus Wertstoffen kommen in den Gebührenhaushalt. Damit gehören die Erlöse, den Bürgern.“ Auf ECHO-Anfrage zu den aktuellen Wertstoff-Erlösen gab es seitens aha keine Antwort mehr. Nach Medienberichten aus dem Jahr 2012 sollen die in einer Größenordnung von 100.000 Euro gelegen haben. Dem standen jährliche Kosten für die Tonnen-Leerung im vierwöchigen Rhythmus von 1,2 Millionen Euro entgegen.