Spätsommerfest ein Volltreffer

Die Besten vor den Scheiben des SSV Schulenburg. Fotos: E. A. Nebig
 
Beim Kinderfest gab es Aktivtäten ohne Ende.

Frohe Festtage, die in Erinnerung bleiben, denn alle machten mit

Schulenburg (ne). Das Konzept der Schulenburger Schützen anstatt eines hergebrachten Schützenfestes ein volkstümliches Spätsommerfest zu feiern, ging wiederum auf! Die diesmal vorgezogene Veranstaltung, die ansonsten den Reigen der Schützenfeste in Langenhagen beendet, wurde erneut ein Volltreffer. Dabei kam das traditionelle Schützenwesen nicht zu kurz. Höhepunkt war am Sonntag das urige Kinderfest, das von den örtlichen Vereinen und Verbänden sowie der Feuerwehr mitgestaltet wurde und echtes Dorfgemeinschaftsleben dokumentierte. „Es war das bisher schönste Fest meiner Amtszeit. Alles lief wie geplant und harmonisch. Vor allem haben wir vom SSV-Vorstand uns sehr darüber gefreut, dass alle Vereine und Verbände beim Kinderfest mitgemacht haben. Das ist nicht selbstverständlich, und wir danken allen die uns so großartig unterstützten“, zog der 1. Vorsitzende Fritz Baumgarte am späten Sonntagabend gegenüber dem ECHO Bilanz.
Drei Tage lang wurde bei schönem Sommerwetter rund um das Schützenhaus am Roten Weg gefeiert. Als es am Sonntagbend zu regnen begann, klang das Fest bereits aus. Schützenkönig Frank auf dem Berge, Königin Renate Kaufmann, Jugendkönigin Jasmin Katz und Bürgerkönigin Astrid Mahler führten mit ihrem Hofstaat ein fröhliches Regiment, und die Schulenburger sowie viele Gäste aus ganz Langenhagen machten fröhlich mit.
Auftakt der Festtage war am Freitagabend ein Kommers zu Ehren der neuen Majestäten. Den musikliaschen Rahmen bestritt dabei das Bläserkorps des Schützenverein Godshorn. Nach der Proklamation der Majestäten sowie den Ehrungen der besten Damen und Männer vor den Scheiben, stachen Bürgermeister Friedhelm Fischer und Ortsbürgermeister Dietmar Grundey zünftig das erste Fass Festbier an. Diesmal war es ein wenig klein geraten. Ein richtiges Festbierfass scheint es kaum noch zu geben; die Brauereien sollten sich da mal etwas einfallen lassen, war die einhellige Meinung der Schützen und ihrer Gäste im Festzelt! Dennoch wurde der gelungene Anstich mit einem dreifachen Horrido belohnt. Beide Kommunalpolitiker ließen es sich nicht nehmen, vor dem Bieranstich kleine Ansprachen zu halten, in denen sie die Bedeutung des Schützenwesens aus kultureller aber auch aus sportlicher Sicht würdigten. Friedhelm Fischer dankte dabei dem Festleiter Dirk auf dem Berge für sein Engagement, ein Fest für alle Bürger/innen auszurichten.Dietmar Grundey schoss anschließend wieder den Vogel mit einer witzigen Bemerkung ab. Er meinte bei der Übergabe eines inhaltsvollen Umschlages an Schützenhauptmann Fritz Baumgarte: „ ... die Stadt hat viel Geld, der Bürgermeister sitzt aber auf dem Stadtsäckel, muss er ja wohl; ich als Ortsürgermeister dagegen nicht“. Sprach's und hatte die Lacher auf seiner Seite. Kreisschützenmeister Michael Freiberg und seine Frau Claudia - in ihrer Funktion als 2. Kreisdamenleiterin - nahmen im Auftrag des Präsidenten des Deutschen Schützenbundes (DSB) zahlreiche Ehrungen vor. Arndt Wichmann erhielt die silberne sowie Konrad Schonthier, Helmut Schröder, Friedrich Döpke und Friedhelm Hackerott die goldene Ehrenadel des DSB.
Nach dem Kommers mit Ehrengästen aus Vereinen und Verbänden stieg die Sommernachts-Party mit den Sunnyboys aus der Wedemark, und es wurde im Festzelt bis in den frühen Morgen zu Live-Musik getanzt und gefeiert.
Viel Musik und gute Laune
Am Samstagmittag traten die Schützen erneut an, empfingen einige Gastvereine proklamierten die Bürgermajestäten und starteten zu einem Festumzug mit dem Musikkorps Langenforth.durch Schulenburg. Anschließend gab es im Festzelt einen gemütlichen Nachmittag, dem sich am Abend eine Schlager-Party mit „DJ-Ecki“ anschloss. Erst am frühen Sonntagmorgen leerte sich das Festzelt.
Ausklang mit einem großen Kinderfest und dem Bläserkorps Godshorn
Am Sonntagmittag wurde erneut angetreten, um den Majestäten ihre Königsscheiben zu überbringen, wobei Scheibenkieker Hans-Jürgen Hackerott fröhlich seines Amtes waltete. Nach den Zeremonien ging es zurück zum Festplatz, wo das „1. Schulenburger Kinderfest für Jung & Alt“ gestartet wurde. Die Angebote der Vereine waren dabei so vielfältig, dass sie an dieser Stelle gar nicht beschrieben werden könne. Kurz und gut, sie waren phantasievoll und einfach Spitze, die Kinder hatten großes Vergnügen. Rundherum ein schönes Fest, zu dessen Gelingen auch das Bläserkorps Godshorn in großem Maß beitrug, denn was wäre wohl ein Fest der Schützen ohne Blasmusik? -