Spart die Stadt 1,4 Millionen Euro?

Noch eine Vision: So könnte das Haus der Jugend am Langenforther Platz nach der Sanierung einmal aussehen.Skizze. Raumplan

Haus der Jugend kann in Förderprogramm aufgenommen werden

Langenhagen (ok). Wenn es gut läuft, spart die Stadt Langenhagen bei der Sanierung des Hauses der Jugend am Langenforther Platz eine ganze Stange Geld. Denn: Die Verwaltung hat die Möglichkeit, sich an einem einmaligen Förderprogramm zu beteiligen, bei dem Jugend- und Kultureinrichtungen besonders unterstützt werden. Da die Zeit drängt – spätestens bis zum 4. Dezember – muss ein Ratsbeschluss vorliegen, rechnet Stadtbaurat Carsten Hettwer mit relativ wenig Konkurrenzanträgen aus dem gesamten Bundesgebiet. Und: Schnell umsetzbare Vorhaben würden bevorzugt, und am Langenforther Platz soll ja bereits im März Baubeginn sein.Was heißt das nun konkret? Die Förderung ist ausgesprochen hoch, liegt bei 45 Prozent der Gesamtkosten; der Eigenanteil der Kommune betrüge folglich nur noch rund 55 Prozent. Geplant war bislang eigentlich, den Mitteltrakt zu sanieren und einen Verbindungstrakt zu schaffen, mit dem auch in die Jahre gekommen Nordtrakt sollte zunächst nichts passieren. Die Kosten für diese Lösung liegen bei etwa 1,4 Millionen Euro. Geschätzte Kosten für eine Sanierung des Nordtraktes: 2,1 Millionen Euro, für einen Neubau des Nordtraktes 2,7 Millionen Euro. 1,5 Millionen Euro würde die Stadt Langenhagen aber auch nur zuzahlen, wenn der eine Sanierung mit einem Neubau des Nordtraktes gefördert würde, etwa 1,2 Millionen Euro würde es als Zuschuss geben. Verlockend, aber eben doch nicht ganz ohne Risiko. Denn ein Antrag kann nur einmal gestellt werden, nachbessern ist nach Auskunft von Elke Thielmann-Dittert aus dem Fachbereich Hochbau nicht möglich. Und auch im Falle eines Antrages ohne Nordtrakt und mit einer Sanierung lohnt sich ein Antrag durchaus; die Fördersummen lägen dann zwischen 650.000 und 950.000 Euro. Die Fraktionen wollen jetzt noch einmal in sich gehen, dürfen sich aber nicht allzu viel Zeit lassen. Der geplante Ablauf: 9. November Zustimmung durch den Verwaltungsausschuss und am 16. November Zustimmung durch den Rat.