Spaziergänger finden Leichenteile

Die Fachgruppe der Ortsfeuerwehr und die DRLG unterstützten die Polizei bei der Leichensuche. (Foto: M. Bock)

Fund am Wietzesee-Südufer, nördlich der Grenzheide

Langenhagen. Am Montagnachmittag, gegen 16.15 Uhr, haben zwei Spaziergänger am Wietzesee-Südufer Leichenteile in einem Plastiksack aufgefunden.
Die Spaziergänger, 30 und 32 Jahre alt, waren mit Hunden am Seeufer, nördliche Verlängerung der Grenzheide, unterwegs. Als die Hunde in Ufernähe schwammen, entdeckte das Paar zwischen dem Bewuchs, im Wasser treibend, einen Plastiksack mit Leichenteilen und alarmierte die Polizei. Nach einer ersten Inaugenscheinnahme gehen die Ermittler davon aus, dass die Teile bereits längere Zeit im Wasser gelegen haben. Nach dem Fund wurde der See zunächst mit einem Polizeihubschrauber abgesucht, parallel lief die Spurensuche an Land. Die Polizei bat die Ortsfeuerwehr Krähenwinkel um Amtshilfe, um ein Boot nutzen zu können. Dieses ist, samt speziell ausgebildeter Fachgruppe, in Langenhagen abrufbar, wird zudem von der hiesigen DLRG unterstützt. Das Boot war umgehend einsatzbereit. Das Ablegen verzögerte sich nach Auskunft von Ortsbrandmeister Kai Jüttner um eine Stunde, weil der Leichenspürhund, speziell für Wassersuche ausgebildet, eigens aus Göttingen herangefahren werden musste. Die 30-minütige Suche, unterstützt auch von einem Taucher, wurde gegen 21.25 Uhr ohne weitere Funde beendet.
Am Dienstagvormittag meldete die Polizei das Ergebnis einer ersten Begutachtung der Leichenteile. Demnach handelt es sich um Teile eines Mannes. Möglicherweise steht der Fund im Zusammenhang mit dem im August 2015 ermordeten Bernd M. aus dem hannoverschen Stadtteil Herrenhausen. Rechtsmedizinische Untersuchungen, insbesondere eine DNA-Untersuchung, folgt.