SPD schmeckt „aggressive Ansiedlungspolitik“ nicht

Wenn es nach dem Flughafen geht, soll die Evershorster Straße von der Gemeindestraße zur Regionsstraße hochgestuft werden. (Foto: O. Krebs)

Sozialdemokraten befürchten Schicksal Schulenburg-Nords für Evershorst

Krähenwinkel (ok). Ganz und gar nicht einverstanden ist die SPD in Krähenwinkel mit der aus ihrer Sicht „aggressiven Ansiedlungspolitik“ des Flughafens. Hintergrund: Der Flughafen hat sich in einer Stellungnahme zur Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogrammes für eine weitere Stärkung des Logistikstandortes Flughafen stark gemacht, in diesem Zusammenhang angeregt, den Flughafen als „Vorranggebiet für Logistikansiedlungen“ festzusetzen. Das schmeckt den Sozialdemokraten überhaupt nicht, da es zu noch mehr Schwerlastverkehr im Langenhagener Stadtgebiet führe. Besonders ärgerlich für Kaltenweide und Krähenwinkel sei, dass die Evershorster Straße nach Ansicht des Flughafens als „Vorranggebiet Straße von regionaler Bedeutung“ festgesetzt werden soll. Marc Köhler, Vorsitzender der SPD in Krähenwinkel: „Das heißt im Klartext, dass die Evershorster Straße von einer Gemeindestraße zu einer Regionsstraße hochgestuft werden soll.“ Ja der Flughafen habe sogar gefordert, die Evershorster Straße als Straße mit überregionaler und landesweiter Bedeutung auszuweisen und ein Planfeststellungsverfahren für diese Straße vorzumerken. Für Köhler und die Krähenwinkeler Genossen ist diese Entwicklung mit immer mehr Schwerlastverkehr und Lastwagen nicht hinzunehmen. Sie befürchten sogar, dass es Evershorst ebenso wie Schulenburg-Nord ergehen könnte; der Ort irgendwann einfach von der Bildfläche verschwinde. „Es kann nicht sein, dass durch Gewerbeansiedlungen des Flughafens immer mehr Wohngebiete der Stadt nach und nach geschluckt werden.“