SPD will keine Koalition

Marc Köhler und Marco Brunotte haben für die SPD-Ratsfraktion mögliche Koalitionen geprüft. (Foto: G. Gosewisch)

Vorgabe aus Wählervotum, themenbezogene Mehrheiten

Langenhagen. Die SPD hat nach der Kommunalwahl Beschlüsse für die weitere Zusammenarbeit im Rat getroffen. Nachdem sich die Sozialdemokraten mit Grünen und CDU für Sondierungsgespräche getroffen hatten, wurde diese in einer Vorstandssitzung ausgewertet und über das weitere Vorgehen beraten. „Nach der Kommunalwahl 2016 gibt eine keine Mehrheit mehr für Rot-Grün im Rat“, sagt Marco Brunotte, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins.
Der neue Rat für die Jahre 2016 bis 2021 habe aber keine eindeutigen Mehrheiten. Mit der CDU seien sehr konstruktive Gespräche geführt worden und man sei sich in vielen organisatorischen und poltisch-kulturellen Fragen einig gewesen. Trotzdem haben sich die Sozialdemokraten für keine Koalition entschieden. „Wir wollen für unsere Themen und Inhalte um jeweilige Mehrheiten werben“, sagt Marco Brunotte, „das ist eine Stärkung von Kommunalpolitik und sorgt für transparente Prozesse.“
Die Diskussion um die Zukunft des Schulzentrums sei dafür ein guter Beginn gewesen. Die SPD wolle als stärkste Fraktion auch weiterhin Verantwortung übernehmen und konstruktiv an Themen arbeiten. „Unser Wahlprogramm bietet viele Ansatzpunkte, die wir in den nächsten fünf Jahren mit Anträgen unterlegen werden“, betont Marco Brunotte, „bezahlbarer Wohnraum, die Sanierung der Schulen und gute Betreuung der Kinder in Langenhagen sollen dabei Schwerpunkte sein.“ Die Kommunikation zwischen den Fraktionen werde sicherlich intensiver werden, wenn es keine feste Koalition gebe.
Einstimmig hat sich der Vorstand des SPD-Ortsvereins Langenhagen für diesen Weg ausgesprochen. Gleichzeitig wurde Dr. Marc Köhler wieder als Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Langenhagen vorgeschlagen. Die neue Fraktion wird sich am 19. Oktober 2016 konstituieren.