Spektakulär und lehrreich

Versuche niemals, brennendes Fett mit Wasser zu löschen.Foto: D. Lange

50 Jahre Jugendfeuerwehr in Godshorn

Godshorn (dl). Mit einem großen Fest und einer Leistungsschau der Freiwilligen Feuerwehr feierte Godshorn am Sonnabend auf dem Le-Trait-Platz den 50. Geburtstag seiner Jugendfeuerwehr. Die Godshorner Jugendwehr hatte sich dazu als Geburtstagsgäste unter anderem die Mitglieder befreundeter Jugendwehren aus Langenhagen und Kaltenweide eingeladen. Dieses Jubiläum ist im übrigen ganz eng mit dem Namen des Mannes verbunden, der damals zusammen mit anderen Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr einer der Gründerväter der Jugendwehr in Godshorn ist. Otto Behre war es, der seinerzeit eine kleine Gruppe mit sechs Kindern im Alter von zehn Jahren übernahm, um ihnen nicht nur die Grundlagen der Brandbekämpfung nahe zu bringen, sondern natürlich stand auch die übrige Freizeitgestaltung wie gemeinsame Zeltlager bei Wennigsen am Deister auf dem Programm. Im Jahr 1964 hatte die neue Jugendabteilung der Feuerwehr bereits 15 Mitglieder, die weitere vier Jahre später als erste Jugendgruppe die Leistungsspange erhielten und von denen ein Großteil anschließend in die aktive Freiwillige Feuerwehr wechselte. Heute ist Otto Behre 82 Jahre alt und der letzte verbliebene aus der Anfangszeit. Zu offiziellen Anlässen aber, wie eben diesem 50. Geburtstag „seiner“ Jugendfeuerwehr, zieht er gerne auch noch mal seine Feuerwehruniform an. Die heutige Jugendwehr mit derzeit 18 Jugendlichen im Alter zwischen zehn und 16 Jahren, davon zwei Mädchen, wird von dem Jugendwart Tim Bogorell und seiner Stellvertreterin Kathrin Witte geleitet. Die Jubiläumstorte zum 50. Geburtstag wurde von beiden gemeinsam angeschnitten und an die Gäste verteilt. Zu einem Feuerwehrfest gehören aber neben dem leiblichen Wohl für die Gäste natürlich auch immer ebenso spektakuläre wie lehrreiche Demonstrationen aus der täglichen Arbeit einer Feuerwehr. So beispielsweise, welche verheerenden Folgen der Versuch haben kann, brennendes Fett mit Wasser löschen zu wollen. Die dabei entstehende Stichflamme setzt ziemlich sicher die ganze Küche in Brand. „Deckel drauf und warten, bis sich der Topf abgekühlt hat“, empfiehlt stattdessen der Stadtbrandmeister Arne Boy, der diese und die anderen Demonstrationen der Leistungsschau moderierte. Eine völlig gegensätzliche Erfahrung machten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr bei ihrer Löschübung. Ihr Einsatz litt ein wenig darunter, dass sich die zum Löschen vorgesehenen Europaletten trotz reichlichen Gebrauchs von Spiritus und eines Dachdeckerbrenners beharrlich weigerten, publikumswirksam zu brennen. So mussten sich die Jugendlichen eben darauf beschränken, einen Schwelbrand zu löschen.