Spezieller Übungsfall mit drei Angriffstrupps

Katharina Ajrumow teilte in der Übung einen Trupp ein. (Foto: S. Bommert)

Gefahrgutzüge der Ortsfeuerwehren arbeiten zusammen

Kaltenweide. Der Gefahrgutzug der Ortsfeuerwehr wurde am Dienstagabend alarmiert. Ein entsprechendes Sondersignal wurde ausgelöst - ein Übungsfall der Ortsfeuerwehr.
Das Szenario: Durch einen defekten Gabelstapler kam es in einer Lagerhalle der Firma EMS zu einem Gefahrgutunfall. Durch den technischen Defekt am Stapler verrutschte eine aufgegabelte Palette mit Reinigungsmitteln und stürzte um. Beim Umstürzten wurden weitere Behälter touchiert und teilweise geöffnet. Durch die auslaufenden Flüssigkeiten und den daraus entstehenden Gasen führten zu einer schnell eintretenden Bewusstlosigkeit des Gabelstaplerfahrers. Darüber hinaus wurde eine nahestehende Person unter einem umstürzenden Fass eingeklemmt.
Zum Szenario gehörte weiterhin, dass der Unfall zunächst unbeobachtet blieb. Lediglich die Gase stiegen zur Decke auf und lösten in der Folge die Brandmeldeanlage aus. Gemäß der Alarm- und Ausrückordnung wurde die Ortsfeuerwehr um 18.56 Uhr zu dem Objekt alarmiert." Jährlich laufen Dutzende dieser ausgelösten Brandmeldeanlagen auf. Eine gewisse Routine ist bei diesem Alarmstichwort daher gegeben. Der Gruppenführer konnte in diesem Fall bei der Erkundung eine andere, die oben beschriebene Lage vorfinden", berichtet Stephan Bommert, Pressesprecher der Ortsfeuerwehr.
Ein erster Angriffstrupp wurde daraufhin eingesetzt, um eine dritte betroffene Person zu retten. Aus der Erkenntnis heraus, dass ein bis dato unbekanntes Gefahrgut ausgetreten ist, wurde der Gefahrgutzug der Stadtfeuerwehr Langenhagen nachgefordert. Nach der Ankunft des Gefahrgutzuges, dessen Mitglieder sich zum Zeitpunkt der Alarmierung in Langenhagen bei einem Ausbildungsdienst aufgehalten haben, wurde die Einsatzstelle neu geordnet und Abschnitte gebildet. Im Abschnitt Dekontaminierung wurde eine spezielle Dusche aufgebaut, in der nach einem Einsatz die Spezialanzüge abgewaschen wurden. Koordiniert wurden drei Trupps, die unter anderem die beiden verbliebenen Personen retteten, Messung durchführten und die Flüssigkeiten mit besonderen Behältnissen auffingen und einen Regenwasserschacht abdichteten. Alle Informationen, die von den vorgehenden Trupps ermittelt werden konnten, wurden in den Einsatzleitwagen aufgenommen, ausgewertet und weitergeleitet - so der Bericht von Stephan Bommert.
Nach gut zwei Stunden war diese Übung für die 56 Einsatzkräfte, die mit 13 Fahrzeugen teilnahmen, beendet.