Spielerisch die eigenen Rechte kennen lernen

Im gemeinsamen Dialog die eigenen Recht erarbeiten: Die Kinder der Kita Krähenwinkel haben sichtlich Spaß daran Foto: C. Borschel

Kita Krähenwinkel veranstaltet Suchtpräventionswoche zum Thema "Kinderrechte"

Krähenwinkel (bo). Seit zwölf Jahren bietet die Kita Krähenwinkel nun bereits die Suchtpräventionswoche mit und für Kinder und Eltern an. Thema diesmal: Kinderrechte. „Wir wollen den Kindern auf spielerische Art und Weise an ihre Rechte heranführen und ihnen zeigen, was sie dürfen und was ihnen zusteht“, erklärt Maud Lehmann-Musfeld, Leiterin der Kindertagesstätte Krähenwinkel. Hierbei ziele man vor allem auf die Gefühlsebene ab. In den vergangenen Jahren als Themen wie Streit, Medienkonsum oder Angst auf dem Programm standen, hat man sich den Inhalten auf visueller Ebene genähert; in diesem Jahr soll das Thema über die Emotionen der Kinder aufgegriffen werden. „Die Kinder sollen über sich selbst reflektieren und erzählen, was ihre Stärken und ihre Schwächen sind“, so Lehmann-Musfeld weiter. Eine der zentralen Aussagen: Ich darf durchaus sauer und wütend sein, dies aber nicht an anderen Menschen ungefiltert auslassen. (Aber auch das Selbstbewusstsein der Kinder im Umgang Erwachsenen soll gestärkt werden. „Kinder dürfen und sollen auch konstruktiv ihren Eltern die Meinung sagen- natürlich in einem gewissen Rahmen“, findet Lehmann-Musfeld. Oftmals werden Kinder beispielsweise nicht in die Wochenendpläne der Eltern mit einbezogen. Wenn Eltern dies mehr täten, dann steigere dies das Selbstbewusstsein der Kinder. Natürlich sei der Dialog mit den Kindern für die Eltern oftmals anstrengender, aber letztlich bringe er die Kinder mehr im Leben voran, als dies Fremdbestimmung tue. (Damit nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern etwas lernen, hat die Kita auch in diesem Jahr gemeinsam mit der Drogenberatungsstelle "Drobs" Elternabende organisiert. „So können wir auch die Eltern ansprechen und die Eltern ihre Probleme offenlegen, ohne dass sie hierbei ihr Gesicht verlieren. Kita- Mitarbeiter sind bei den Elternabenden nämlich nicht anwesend“ verrät Lehmann-Musfeld.(Die Kinder selbst werden spielerisch und unterhaltsam an die Themen herangeführt. Mit eigenen Bildern, vielen Büchern und einem fiktiven Tagesschau- Ausschnitt, der anschließend in der Gruppe besprochen wird. Maud Lehmann-Musfeld ist davon überzeugt, dass die Arbeit Früchte tragen wird: „Denn wenn die Kinder nur einen Funken von dem, was wir mit ihnen hier erarbeiten, mit in ihr späteres Leben nehmen, dann können alle zufrieden sein – dann sind die Kinder gesellschaftsfähig."