Spielerlebnis vor Spielergebnis

Nach dem Turnier: die Spielerinnen und Spieler, Bernd Richter vom TSV Godshorn und die Mitarbeiter des Jugendtreffs Wiesenau. Foto: D. Lange

Team „Vatos Locos“ siegt beim Street-Soccer-Cup

Langenhagen (dl). Street-Soccer-Spiele auf kleinen mobilen Plätzen auf der Straße sind kurz, schnell und sehr anstrengend. Pro Mannschaft stehen drei oder vier Spieler auf dem Platz, und die Spiele dauern in der Regel fünf Minuten. Jeder Spieler ist Torwart, Stürmer und Verteidiger zugleich, und beim Spiel über die Bande fallen die Tore im Sekundentakt. Fouls sind verpönt, nicht nur wegen der großen Verletzungsgefahr auf dem Betonboden. Spielerlebnis geht vor Spielergebnis heißt die Devise, denn bei allem spielerischen Ehrgeiz stehen immer die Fairness und der Spaß im Vordergrund. Dennoch lassen sich kleine Verletzungen und Blessuren nicht ganz vermeiden, denn den Pokal gewinnen will man ja doch.
Die Mitarbeiter der Jugendtreffs sind alle in Erster Hilfe ausgebildet, und so wird nach kurzer Behandlungspause sofort weitergespielt – da ist man nicht zimperlich bei den Spielern. Hinterher wird dann umso leidenschaftlicher darüber diskutiert, warum es auch diesmal wieder nicht geklappt hat mit dem Sieg, denn eigentlich war man doch die bessere Mannschaft.
Alljährlich kämpfen die vier Jugendtreffs in Wiesenau, Godshorn, Kaltenweide und Engelbostel/Schulenburg um den Street-Soccer-Cup Langenhagen. In der Regel sind Jungen ab zwölf Jahren dabei, aber in diesem Jahr beteiligte sich auch eine Mädchenmannschaft an dem Turnier. Die hauptamtliche Leiterin des Jugendtreffs Wiesenau, Silke von der Ah-Röber, erzählt, dass die Jungen beim Spiel gegen die Mädchen erkennbar Rücksicht nehmen und eben nicht voll draufhauen, wie sie es sonst manchmal tun.
Der Gesamtsieger darf sich am Ende mit einem Wanderpokal schmücken, der in diesem Jahr an die Mannschaft mit dem Namen „Vatos Locos“ mit Roman, Allan und Hachar aus Wiesenau geht. Gestiftet wurde der Pokal von Bernd Richter, dem Vorsitzenden des TSV Godshorn. Wegen der großen Hitze in der vergangenen Woche war die Teilnehmerzahl diesmal allerdings geringer als in den Jahren zuvor; besonders der letzte Turniertag in Wiesenau hatte es diesbezüglich in sich. Auf dem Betonplatz zwischen Jugendtreff und Werkhalle lagen mittags die Temperaturen in der Sonne eher bei über 40 als bei 35 Grad. Der Schweiß floss dabei in Strömen, und der Mineralwasserverbrauch erreichte Rekordhöhen, denn solche extremen Verhältnisse stellen natürlich besonders hohe Anforderungen an die Spieler.