Spielgruppe hat noch keinen Namen

Zur Spielgruppe gehören Johanna Möbius (von links), Margarete Scharf, Marikka Oser, Manja Gleichmann, Katja Behrens, Susanne Marei, Rainer Behrens, Britta Zemke, Ralph Sensing, Zirko Topalov und Leiterin Ina Voigt. (Foto: G. Gosewisch)

Im Akkordeon-Club rosten Musiker nicht ein

(gg). Elf Musiker gehören zu einer Spielgruppe im Akkordeon-Club Langenhagen (ACL), die gerne einen Namen hätte. „Uns ist noch nichts Passendes eingefallen“, sagt ACL-Vorstandsmitglied Antje Wöhler mit einem Lachen. Ein kleines Problem sei das schon, denn im Stundenplan für die ACL-Übungsräume an der Karl-Kellner-Straße wisse keiner so recht, was einzutragen ist. Zu den Vorschlägen gehörten Feierabend-Musiker, Erwachsenen-Spielgruppe und ähnliche Sperriges, was verworfen wurde. Ohnehin regiere beim ACL aber die Spielfreude und so werde nie lange diskutiert, sondern gleich das nächste Stück eingeübt. Viel zu spielen ist das erklärte Ziel der Musiker. Alle sind schon etwas älter, einige haben erst vor wenigen Jahren mit dem Musizieren angefangen und das Notenlesen gelernt. Zu den Beweggründen in die Runde gefragt, reichen die Stichworte von Entspannung bis hin zum „Nicht einrosten wollen“. Gerüchteweise sei mit dem Musizieren sogar die Demenz abzuwehren. „Noten lesen, beim Spielen aufpassen, alle sind konzentriert und geistig rege bei der Sache“, bestätigt Spielgruppen-Leiterin Ina Voigt. Die Vorbereitung der ACL-Konzerte und -Auftritte sei zudem Motivation. „Alleine würde sich keiner trauen, ein Stück vor großem Publikum zu spielen. Aber in der Gruppe schon, denn dann klingt alles gleich viel voluminöser, mit der Bass-Stimme ohnehin“, erklärt sie. Eingängige Melodien werden eingeübt, schwungvoll gespielt, und das Publikum habe bisher jeden Auftritt mit viel Applaus quittiert.
Wer Akkordeon spielen kann, sei bei kleinen privaten Feiern immer gern gesehen, so die Erfahrung unter den Gruppenmitgliedern. Dann heißt es: „Ach, spiel doch bitte etwas für uns.“ Und so gelte der ACL-Aufruf an Interessierte: „Einfach mal kommen und ausprobieren.“ Es gibt Schnupperstunden, Leih-Instrumente und geduldige Musiklehrer. Auskunft gibt Antje Wöhler: Telefon 0170 49 48 609.