Spielplatz Liebigstraße eröffnet

Zielgerichtet und auf spielerische Art weihen Bürgermeister Friedhelm Fischer und die Kinder gemeinsam den umgestalteten Spielplatz Liebigstraße ein. (Foto: C. Wurm)

Pfadfinder leisteten Unterhaltungsprogramm

Langenhagen (cow). Kindgerecht und barrierefrei - so präsentiert sich der Spielplatz Liebigstraße nach vier Monaten Bauzeit und gut einjähriger Planungsphase seinen großen und kleinen Nutzern. Zur Eröffnung der Einweihungsfeier trugen Bürgermeister Friedhelm Fischer und die anwesenden Kinder gemeinsam und symbolisch eine mit Fäden befestigte Kugel in die Mitte des neugestalteten Treffpunktes im Herzen von Wiesenau. Die Pfadfinder, als Teil der Langenhagener Jugendpflege, boten den Kindern zusätzlich mit Jonglierrequisiten und Geschicklichkeitsspielen bis zum Nachmittag ein buntes und abwechslungsreiches Programm.
„Ein inklusiver Spielplatz bedeutet, dass alle Spielgeräte barrierefrei zu erreichen sind. So ist beispielsweise der Belag aus Kunststoff und Holzhackschnitzeln auch mit dem Rollstuhl befahrbar“, sagt Ralph Haase, Projektverantwortlicher der Stadtverwaltung.
Der 1.114 Quadratmeter umfassende Platz wurde zuletzt im Jahr 1995 umgebaut und war nur noch wenig attraktiv für Kinder und Anwohner. Rund 220.000 Euro hat die Sanierung gekostet. Die Spielfläche wurde verdreifacht und ein erlebnisreicher Kletterparcours mit vielen Netzen realisiert.
Wichtig sei gewesen, auch die Wünsche der Kinder bei der Spielplatzgestaltung miteinzubeziehen, sagt Ursula Schneider, Fachdienstleitung Stadtgrün und Friedhöfe. Hierzu wurden bereits im September 2012 bei Kindern und Eltern Ideen zur Neugestaltung des Spielplatzes vor Ort eingeholt. „Natürlich ließen sich nicht alle Wünsche realisieren, so kam immer wieder der Wunsch nach einem Bolzplatz auf, was sich an diesem Standort jedoch nicht umsetzen lässt“, ergänzt Schneider.
Auch Bürgermeister Friedhelm Fischer, der sich selbst zur Eröffnung ein Bild des ersten inklusiven Spielplatzes machte, findet, „es sind schöne Ideen umgesetzt worden. Durch die Modernisierung der angrenzenden Wohnhäuser hat sich die Siedlungsstruktur verändert und der eintretende Generationenwechsel erfordert auch ein verbessertes Angebot für Kinder, damit sich alle wohlfühlen“. Als nächstes Projekt sei der Umbau des Spielplatzes in der Kurt-Schumacher-Allee geplant, hier habe man ebenfalls die beteiligten Kinder im Vorfeld zu ihren Vorstellungen befragt.
Besonders geachtet wurde bei der Planung des Spielplatzes, neben der Sicherheit, auf die Langlebigkeit der verwendeten Materialen. „Wir haben robuste Stahlkonstruktionen mit Naturmaterialen kombiniert, um auch die Instandhaltungskosten gering zu halten“, erzählt Ursula Schneider. Um den Platz herum wurden zwei Aufenthaltsbereiche mit seniorengerechten Sitzbänken geschaffen, die von den Eltern gerne als Rückzugsort genutzt werden. Bestandsbäume, die erhaltenswert waren, wurden bei den Umbaumaßnahmen an den Rand des Spielplatzes umgesetzt.
Sevinc Gönncke ist begeistert vom neuen Erlebnis-Spielplatz. Nach dem Umbau kommt sie mit ihren beiden Kindern Jeren (fünf Jahre) und Melissa (acht Jahre) sogar mehrmals am Tag zu dem attraktiven Stadtteilplatz. Ihre Kinder müssen ständig in Bewegung sein und brauchen eine Menge Action. „Es ist alles genauso umgesetzt, wie ich es mir gewünscht habe. Selbst die Bänke, auf denen ich meinen Kindern gerne beim Spielen zuschaue und nebenbei stricke, sind sehr bequem. Man merkt, dass sich bei der Planung wirklich Gedanken gemacht wurden, um auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen“, sagt die alleinerziehende Mutter.