Sportlich und unverzagt in jeder Jahreszeit

Karsten Knollmann und Wolfram Krause spielen gerne im Team. (Foto: G. Gosewisch)
 
Voller Schwung beim Abschlag. (Foto: G. Gosewisch)

Golfclub Langenhagen zeigt sich bodenständig

Hainhaus (gg). Die nordöstlichste Ecke Langenhagens bietet mit dem Golfplatz seit zehn Jahren einen besonderen Ort für sportliche Ertüchtigung. Nach dem Bau und damit der Umgestaltung der Landschaft in Hainhaus ist im wahrsten Sinn des Wortes Gras über den Argwohn der Anlieger gewachsen. Der Kritik über den Eingriff in die Natur für vermeintlich elitären Zweck ist nun die Erkenntnis gereift, dass der Naherholungswert auch für Nicht-Mitglieder vorhanden ist. Spazierwege führen quer über das Gelände und sind für jedermann nutzbar. Bodenständig und offen sind die Golfclub-Mitglieder in Bezug auf Neuzugänge. Wolfram Krause, Senior-Captain, zeigt am Beispiel des Senioren-Tages, immer donnerstags, wie die Golfer-Gemeinschaft und die Nutzung des Platzes funktionieren. In jeder Jahreszeit ist schon am frühen Vormittag Betrieb auf der Anlage. Die Golfer treffen ein und verabreden sich in Teams, sie gehen im Zehn-Minuten-Takt los und beginnen den rund zehn Kilometer langen Marsch über den gesamten Platz (27 Bahnen). Flott und zügig muss der Golfball abgeschlagen werden, sonst hat das folgende Team Wartezeit. Schnellen Schrittes sind die Golfer unterwegs. „Da wird einem warm“, bestätigt Wolfram Krause im Team mit Karsten Knollmann unterwegs. Sie setzen in der kalten Jahreszeit bei der Bekleidung auf das Zwiebelprinzip und ziehen mehrere Lagen dünner Sportbekleidung übereinander. Dicke Daunenjacken sind nicht zu sehen, denn für den Schwung beim Abschlag braucht ein Golfer Bewegungsfreiheit. „Rein technisch ist der Schwung immer gleich. Es ist eine bestimmte Körperbewegung, die vom Ausholen über den Schwung bis zum Schlag des Golfballs immer eingehalten werden sollte. Sie wird nur, je nach Zielsetzung für die Flugbahn des Balls, angepasst“, erklärt der Senior-Captain, der selber erst mit 59 Jahren das Golfspielen begonnen hat – nach gesundheitsbedingter Beendigung des Fußball-Spielens. Einige Golfer spielen den Abschlag in reduzierter Form. „Das schont den Rücken“, so der Tipp von Karsten Knollmann und er ergänzt, „Wir sind auf einer Runde rund vier Stunden an der frischen Luft, das hält gesund.“
Im zweiwöchigen Rhythmus gibt es ein Turnier, mal wird es intern ausgetragen, mal ist es offen für Gäste. Vielfältig sind die Ausschreibungen, von der klassischen Turnierform bis hin zu Spaßformen ist alles möglich. Letztere lockern den Wettkampf spürbar auf, so spielen beispielsweise beim sogenannten Scramble vier Spieler eines Teams mit dem Ball weiter, der am besten liegt. „Auf diese Weise geht es natürlich schnell voran“, merkt Wolfram Krause an.
Einige Einschränkungen sind den Witterungsbedingungen des Winters geschuldet. So haben sich die Spieler darauf einzustellen, dass der Ball rund zehn Prozent kürzer fliegt als im Sommer. „Je dünner die Luft ist, desto weiter fliegt der Ball - ganz klar“, bestätigt Karsten Knollmann aus der Praxis. Die Bereiche um das Loch, die sogenannten Greens, werden noch bis zum Beginn der Sommersaison im April/Mai geschont. Vorgelagerte Winter-Greens werden genutzt. Den Aktiven ist das recht. Ihnen ist wichtig, dass sie immer raus können.