Sportplatz im Stadtpark?

SPD ringt um Erhalt des Schulzentrums

Langenhagen (gg). Den aktuellen Plänen zum Neu- und Umbau des Schulzentrums an der Konrad-Adenauer-Straße will die SPD-Ratsfraktion nun noch eine andere Richtung geben. „Das Zentrum zu erhalten ist uns wichtig“, sagt SPD-Ratsfrau Anja Sander im Gespräch mit dem ECHO. Daher soll die Stadtverwaltung nun zusätzlich zu dem Plan für den Standort Theodor-Heuss-Straße konkrete Pläne erstellen für den Neubau des Gymnasiums auf dem jetzigen Sportplatz – zwischen Konrad-Adenauer-Straße und Niederrader Allee. Ein Ersatzsportplatz soll nördlich entstehen. „Vielleicht reicht der Platz auch zwischen den Kleingärten im Stadtpark und dem Lenthehof“, erklärt Anja Sander. Ihr Wunsch sei es, den Schulsportplatz den Parkbesuchern zugänglich zu machen. „So schaffen wir etwas für die Allgemeinheit“, sagt sie und fordert Kreativität von den Planern ein. Die hatten in der Präsentation am 22. Juni noch die Vorgabe, dass der Stadtpark nicht zugebaut werden soll. „Einen Tod müssen wir sterben“, sagt Anja Sander zum Platzproblem und relativ sei es, ob nun Grünbereiche an der Theodor-Heuss-Straße oder am Stadtpark geopfert werden.
Nach der Feststellung des fehlenden Brandschutzes, sind einige Trakte des Schulzentrums vor einem Jahr geschlossen worden. Seitdem werden mehrere Schülerjahrgänge in Containern unterrichtet, weil die Klassenräume fehlen und seitdem plant die Stadtverwaltung den Neu- oder Umbau. Zeit ist zudem bei der Erstellung eines Raumkonzepts verstrichen. Bei Wahrung der gesetzlichen Vorgaben zu Ausschreibungsfristen und vielem mehr könnte frühestens im Sommer nächsten Jahres Baubeginn sein. Der Neubau an der Theodor-Heuss-Straße könnte in rund fünf Jahren bezugsfertig sein. Für das Umbauen im Bestand prognostizieren die Experten mindestens zehn Jahre Bauzeit und höhere Kosten.