Spuren des Ersten Weltkrieges

Deutsche und bosnische Jugendliche mit den Betreuern in Bosnien.

Langenhagener Schüler zu Gast in Bosnien

Langenhagen. Jugendliche aus Langenhagen sind zu Besuch in der Partnerstadt Bijeljina (Bosnien). Insgesamt sechs deutsche und acht bosnische Jugendliche sowie vier deutsche und bosnische Betreuer erforschen die Spuren des Ersten Weltkrieges. Die deutschen Jugendlichen sind bei bosnischen Gastfamilien untergebracht und gemeinsam mit den bosnischen Gastgebern haben sie die Landeshauptstadt Sarajevo besucht sowie den Ort, wo vor einhundert Jahren das Attentat auf den österreichisch-ungarischen Thronfolger Franz Josef und seine Frau Sophie stattgefunden hat. "Nach der Begrüßung durch Bijeljinas Bürgermeister Mico Micic haben wir an Empfängen in der deutschen Botschaft und in der jüdischen Gemeinde der serbischen Kirchengemeinde von Sarajevo teilgenommen", berichtete Zeljko Dragic, Organisator im Verein "Hilfe für das junge Leben". Dort haben die Jugendlichen Gelegenheit gehabt, mehr über das Leben der Bürger in Sarajevo zu Zeiten des Ersten Weltkrieges zu erfahren. In Bijeljina haben sie Seminare im städtischen Museum sowie in der muslimischen Gemeinde und im serbisch-orthodoxen Kloster besucht.
Außerdem gab es einen Fernsehauftritt, bei dem die deutschen und bosnischen Jugendlichen ihr Projekt vorgestellt haben. Die Jugendlichen wollen eine Bilderausstellung machen, die dann in Bosnien und Deutschland ausgestellt werden soll. Sie zeigt, wie das Leben der Bürger in Bijeljina und Langenhagen zu Zeiten des Ersten Weltkrieges war.
Der Gegenbesuch der bosnischen Jugendlichen in Langenhagen findet vom 6. bis zum 17. September statt. Dafür werden noch Gastfamilien gesucht. Interessierte können sich unter der E-Mail zeljkoshalom@aol.com melden.
Insgesamt hat der Verein "Hilfe für das junge Leben" 4.000 Euro als Spenden an von Hochwasserschäden betroffene Familien in Bijeljina überreicht. Darunter war eine Großspende des Langenhagener Gymnasiums in Höhe von 900 Euro.