Stadt saniert den DLRG-Wachturm

Bootstaufe mit Bürgermeister und Namenspatron: Holger Mönch, Sparkasse (von links), Bürgermeister Mirko Heuer, Namensgeber Rolf-Herrmann Garlisch, Torsten Semmler, 1. Vorsitzender der DLRG Langenhagen, und Michaela Henjes, Sportringpräsidentin.Foto: D. Lange

Moderate Beitragserhöhung beim Langenhagener Ortsverband

Langenhagen (dl). Auf der Jahreshauptversammlung der DLRG Langenhagen standen in erster Linie die Themen Finanzen und Neuanschaffungen im Mittelpunkt des Interesses. Nachdem die Mitgliedsbeiträge seit 2007 konstant geblieben sind, ist jetzt eine moderate Beitragsanpassung notwendig geworden. Der Grund sind die gestiegenen Umlagen an den Bezirksverband und an den Sportring. Für Familien mit Kindern bis 17 Jahre erhöht sich der Beitrag von 88 Euro auf 108 Euro, für Einzelmitglieder von 44, Euro auf 54 Euro. Neue Mitglieder zahlen zusätzlich eine einmalige Aufnahmegebühr von zehn Euro. Die Beitragserhöhung wurde von der Versammlung einstimmig angenommen. In Verhandlungen mit der Stadt konnte zudem eine Erhöhung der Zuschüsse erzielt werden, um künftig besser auf steigende Anforderungen im Bereich Ausbildung und Material reagieren zu können. Ferner hat sich die Stadt bereit erklärt, die Sanierung des Wachturms zu übernehmen, der mittlerweile ein wenig in die Jahre gekommen ist. Auch auf anderen Ebenen wirbt die DLRG momentan intensiv um Spenden und Zuschüsse, denn nach der Anschaffung eines neuen Rettungsbootes steht als nächstes ein neues Rettungsfahrzeug ganz oben auf der Prioritätenliste. Zumal die Ortsgruppe bei den Regionszuschüssen für den Katastrophenschutz nicht berücksichtigt wurde. Aber es gibt auch Positives zu berichten. Dank eigener Mittel sowie der Zuschüsse vom Sportring und aus dem Sportförderfonds der Sparkasse konnten die Wasserretter der Ortsgruppe Langenhagen endlich voller Stolz ihr neues rotes Rettungsboot in Empfang nehmen. Sie tauften es auf den Namen ihres ehemaligen Vorsitzenden Rolf-Hermann Garlisch. Im Gegensatz zum alten Boot, das jetzt wohl in Rente geht, bietet das Neue ein größeres Platzangebot, der in erster Linie der besseren Versorgung von verletzten Personen zugute kommt. Im vergangenen Jahr hat die DLRG vom Seepferdchen bis zum Schwimmabzeichen in Gold insgesamt 57 Schwimmabzeichen abgenommen. Es hätten noch mehr sein können, denn die Kurse sind begehrt, aber fünf Bahnen im Becken und begrenzte Hallenzeiten lassen das nicht zu. Die DLRG, die naturgemäß ein großes Interesse an einer umfassenden Schwimmausbildung hat, setzt daher große Hoffnungen auf des neue Bad mit acht Bahnen statt bisher fünf in Godshorn. In der Saison 2014 leisteten 93 Wachgänger insgesamt 4.428 Stunden Wachdienst am Silbersee. Sie mussten 60-mal Erste Hilfe leisten und mussten zweimal erschöpfte Schwimmer aus dem Wasser retten. Im Februar wurden die Taucher der DLRG alarmiert, nachdem in Schulenburg zwei Kinder im Eis eingebrochen waren.