Stärkung der Strukturen erwünscht

Marco Brunotte lobt zivilgesellschaftliches Engagement

Langenhagen. Im Rahmen der monatlichen Sitzung besuchte der Vorstand des SPD-Ortsvereins die Johanniter-Rettungswache (Am Pferdemarkt) und informierten sich über den wichtigen ehrenamtlichen Bereich. Dabei stand besonders das Thema Flüchtlinge im Vordergrund.
Die Ortsbeauftragte des Nordhannoverschen Johanniter-Ortsverbandes Elke Zach begrüßte die Besuchergruppe. Hubertus von Wick stellte als Fachbereichsleiter Ehrenamt die vielfältigen Angebote vor. So bieten die Johanniter bei Sport- und Großveranstaltungen ihren ehrenamtlichen Sanitätsdienst an oder versorgen die Feuerwehrkräfte bei Einsätzen mit Getränken und Verpflegung. Bei vielen Bombenräumungen haben die ehrenamtlichen Helfer bei den Evakuierungen geholfen und Menschen in den Unterkünften betreut.
„Wir sind sehr froh, dass die Region Hannover auf Initiative der SPD den Rettungsdienst nicht privatisiert hat", betont Marco Brunotte, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, „die hauptamtlichen Strukturen der Rettungsdienste sind eine wesentliche Säule für das Ehrenamt im Katastrophenschutz." Private Dienstleister im Rettungswesen hätten dieses Angebot nicht vorhalten können und wollen. Die Tragweite der Entscheidung sei in Anbetracht der aktuellen Herausforderungen der Hilfe für viele Tausend Flüchtlinge in der Region mehr als deutlich geworden. „Hier übernehmen die Rettungsdienste, wie Johanniter, DRK und ASB, wichtige staatliche Aufgaben und schaffen besonders durch das Ehrenamt einen gesellschaftlichen Mehrwert", sagt Brunotte.
An mehreren Orten haben die Johanniter beim Aufbau von Flüchtlingsunterkünften geholfen und betreiben beispielsweise auch die Notunterkunft an der Hans-Böckler-Straße. Fast 300 Plätze werden hier für Flüchtlinge angeboten. Ohne das ehrenamtliche Engagement im Verbund mit freiwilligen Feuerwehren, THW, DLRG und weiteren hätte die Einrichtung nicht in Betrieb genommen werden können. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung, dem Integrationsbeirat und vielen Aktiven werden Angebote zur Betreuung der Flüchtlinge gemacht. „Der Einsatz der Johanniter mit unzählige Stunden von Ehrenamtlichen ist beeindruckend und ein tolles Beispiel für zivilgesellschaftliches Engagement“, lobt Marco Brunotte.