Stallpflicht bleibt

Schutz vor Vogelgrippe

Region. Nachdem die Beobachtungsgebiete und der Sperrbezirk in der Region zum Schutz vor der Vogelgrippe-Verbreitung aufgehoben werden konnten, weist der Fachdienst Verbraucherschutz darauf hin, dass weiterhin die Aufstallungspflicht in der gesamten Region Hannover gilt. Geflügelhalterhalter sind auch weiterhin verpflichtet, ihre Tiere ausschließlich in geschlossenen Ställen oder unter einer dichten Abdeckung mit seitlicher Begrenzung zu halten.
„Die Stallpflicht ist ein wichtiges Mittel zum Schutz der Tiere vor einer Infektion, ebenso wie die Einhaltung der rechtlich vorgeschriebenen erhöhten Biosicherheitsmaßnahmen auch für kleinere Hausgeflügelbestände. Dazu gehören Desinfektionsmaßnahmen, der Schuh- und Kleidungswechsel beim Betreten der Ställe und die sichere Lagerung von Einstreu und Futtermitteln“, sagt Petra Spieler, Leiterin des Fachdienstes.
Durch die strikte Einhaltung der Aufstallungspflicht und der erhöhten Biosicherheitsmaßnahmen schützen die Geflügelhalter nicht nur ihre eigenen Bestände vor der Einschleppung des Erregers der Vogelgrippe. Die Maßnahmen sorgen darüber hinaus auch für eine Unterbrechung des Infektionsgeschehens. „Die Situation ist nach wie vor angespannt und erfordert die Aufrechterhaltung dieser Maßnahmen“, erklärt Petra Spieler.
Auf die Kennzeichnung von Hühnereiern kann die Aufstallungspflicht Auswirkungen haben: Eier aus Freilandhaltung dürfen für einen Zeitraum von zwölf Wochen ab Inkrafttreten der Aufstallungspflicht weiterhin als „Eier aus Freilandhaltung“ gekennzeichnet werden. Da die allgemeine Aufstallungspflicht in der Region Hannover am 16. November 2016 in Kraft trat, endet der Zeitraum von zwölf Wochen ohne Kenntlichmachung für die Hühnereier am 8. Februar 2017. Sollte die Aufstallungspflicht länger als zwölf Wochen in Kraft bleiben, müssen die Eier dann als „Eier aus Bodenhaltung“ gekennzeichnet werden. Die Anforderungen an die Bodenhaltung und an die Freilandhaltung von Legehennen stimmen – mit Ausnahme des Zugangs zu einer im Freien gelegenen Auslauffläche – überein. „Auf Grund der ausführlichen Unterrichtung der Öffentlichkeit über die Gründe und die Art der Beschränkungen ist eine Irreführung der Verbraucher ausgeschlossen“, sagt Petra Spieler weiter.
In begründeten Einzelfällen kann eine Ausnahmegenehmigung von der Aufstallungspflicht beantragt werden. Aktuelle Informationen sowie Ausnahmeanträge sind auf www.hannover.de/vogelgrippe abrufbar. In den 20 Umlandkommunen der Region Hannover sind derzeit 1.611 Geflügelhalter mit einem Gesamtbestand von 469.242 Tieren registriert.